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01.03.2019, 11:00 Uhr

Sixt verschmilzt Autovermietung und Carsharing

Vor einem Jahr hat sich BMW beim Carsharing von Sixt getrennt und sich mit dem neuen Partner Daimler zusammengetan. Jetzt startet der Autovermieter sein eigenes, umfassendes Modell.

Sixt verschmilzt Autovermietung und Carsharing

Vorstandschef Erich Sixt bei der Präsentation einer neuen Mobilitätsplattform des Autovermieters Sixt. Foto: Matthias Balk

dpa München Deutschlands größter Autovermieter Sixt startet sein eigenes Carsharing und vernetzt alle Angebote auf einer App.

Strategievorstand Alexander Sixt sagte in München: „Mit Sixt Share starten wir nicht einfach noch eine Carsharing-Marke, sondern definieren durch die Verschmelzung von Autovermietung und Carsharing eine neue Produktkategorie.“ Auch in kleinen Städten könnten die Kunden künftig Fahrzeuge flexibel für wenige Minuten bis zu 27 Tagen mieten.

Sixt hatte seine Anteile an dem Carsharing-Dienst DriveNow Anfang 2018 an seinen damaligen Partner BMW verkauft. Der Münchner Autobauer hat das Unternehmen soeben mit dem Carsharing-Dienst des Konkurrenten Daimler zu Share Now mit insgesamt 20.000 Autos zusammengelegt.

Alexander Sixt sagte, Carsharing allein sei nur Stückwerk und ein Nischenmarkt, die Autovermietung dagegen habe ein Marktvolumen von 58 Milliarden Dollar, Taxi und private Mitfahrgelegenheiten sogar von 285 Milliarden Dollar. Sixt biete seinen Kunden alle drei Dienste auf einer einzigen App. In Deutschland vermittle Sixt darüber auch Taxis, in den USA sei der Mitfahrdienst Lyft Partner.

Mit dem Carsharing startete Sixt am 28. Februar in Berlin. Schrittweise soll es zunächst in Deutschland und Europa ausgerollt werden. Ziel sei es, dass Kunden ein Auto irgendwo auf der Straße per App anmieten, flexibel über die Mietzeit entscheiden und es entweder irgendwo in derselben Stadt wieder abstellen oder auch an einer beliebigen Sixt-Station in Deutschland abgeben.