09.10.2020, 12:42 Uhr

Seniorenbeiräte Weser-Ems begrüßen Pflegereform

Der Nordhorner Horst-Dieter Dörr (dritter von links) traf sich mit den anderen Mitgliedern des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft der Seniorenbeiräte Weser-Ems. Foto: Stadt Nordhorn

Der Nordhorner Horst-Dieter Dörr (dritter von links) traf sich mit den anderen Mitgliedern des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft der Seniorenbeiräte Weser-Ems. Foto: Stadt Nordhorn

Nordhorn Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Seniorenbeiräte Weser-Ems hat sich in seiner jüngsten Zusammenkunft eingehend mit der kürzlich von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagenen Pflegereform auseinandergesetzt. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Nordhorn, Horst-Dieter Dörr, hatte ebenfalls an der Sitzung teilgenommen.

Unter dem Vorsitz von Theo Weggert aus dem Landkreis Emsland kamen die Seniorenvertreter am Ende zu einem einstimmigen Urteil: Sie sprachen sich ausdrücklich für die vorgeschlagenen Reformmaßnahmen aus.

Laut Dörr plant der Bundesgesundheitsminister Spahn unter anderem, die pflegebedingten Eigenanteile in der stationären Pflege bei 700 Euro zu deckeln und auf 36 Monate zu begrenzen. „Das ist ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die steigenden finanziellen Belastungen sind für immer mehr Bewohner von Pflegeeinrichtungen und ihre Angehörigen kaum noch zu stemmen“, sagte Dörr. Weiter stellte er fest: „Wir brauchen dringend eine finanzielle Entlastung der Betroffenen. Derzeit müssen sie für einen Heimplatz im Bundesdurchschnitt 2015 Euro monatlich aus eigener Tasche zuzahlen für Pflege, Investitionskosten sowie Unterkunft und Verpflegung.“ Die Reform sehe außerdem vor, staatliche Leistungen für Pflegeeinrichtungen davon abhängig zu machen, ob das Personal nach Tarif bezahlt wird. Dieser Vorschlag wird von der Spitze der Arbeitsgruppe Weser-Ems ebenfalls ausdrücklich unterstützt.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe betonen, dass sie den Reformvorschlag nicht aus parteipolitischen Gründen unterstützen. Die Seniorenbeiräte in Niedersachsen sind überparteiliche, neutrale Gremien. „Der Reformvorschlag ist aus unserer Sicht einfach gut für die älteren Menschen in unserem Land, darum unterstützen wir ihn. Das ist ganz unabhängig davon, welcher Partei der Gesundheitsminister gerade angehört“, so Dörr.

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