31.05.2022, 15:35 Uhr

Selbsthilfegruppe speziell für Frauen mit Suchterkrankungen

Machen auf die Arbeit der Selbsthilfegruppe aufmerksam (von links): Dr. Annegret Hölscher (Selbsthilfekontaktstelle), Leiterin Heike Lübken, Sabine Wolterink und Hanna Leuchtmann. Foto: privat

Machen auf die Arbeit der Selbsthilfegruppe aufmerksam (von links): Dr. Annegret Hölscher (Selbsthilfekontaktstelle), Leiterin Heike Lübken, Sabine Wolterink und Hanna Leuchtmann. Foto: privat

Grafschaft „In unserer Gruppe können wir uns alle aufeinander verlassen. Wir vertrauen uns gegenseitig und sind füreinander da.“ Heike Lübken ist Leiterin der Selbsthilfegruppe „Frauen mit Suchterfahrung“ des Deutschen Roten Kreuzes in Nordhorn. Die Gruppe richtet sich speziell an Frauen, die unter einer Suchterkrankung leiden. „Bei Frauen liegen oft andere Ursachen vor, die zu einer Alkoholabhängigkeit führen als bei Männern. Zudem gehen weibliche Erkrankte anders mit ihrer Sucht um und machen unterschiedliche Erfahrungen. In unserer Gruppe treffen sie auf andere Frauen, die Ähnliches erlebt haben“, betont Heike Lübken.

„Unter Frauen ist es oft einfacher“

Dies sind auch die Gründe, warum eine eigene Frauengruppe ins Leben gerufen wurde und diese auch sehr gut angenommen werde. Unter Frauen sei das oft einfacher, gerade am Anfang, so die Leiterin. „Für viele ist der niedrigschwellige Zugang zu einer Selbsthilfegruppe enorm wichtig auf dem Weg raus aus der Sucht.“ Denn nach der Therapie bleibt den Betroffenen meist nur die Möglichkeit, sich einer bestehenden Selbsthilfegruppe anzuschließen.

Es besteht eine Schweigepflicht

„Wir sind froh, dass wir den Frauen aus der Grafschaft ein solches Angebot machen können. Natürlich ist alles, was in der Gruppe besprochen wird, streng vertraulich. Es besteht eine Schweigepflicht.“ Doch nicht nur die Abhängigen selbst leiden unter ihrer Erkrankung, auch für die Familie ist die Belastung oft groß. „Die Familien leiden mit. Um ihnen eine Möglichkeit des Austausches mit anderen Angehörigen Abhängigkeitserkrankter zu ermöglichen, wurde eine Angehörigengruppe gegründet. Der Vorstand der DRK Suchterkrankungen besteht aus Thomas Lambers (1. Vorsitzender), stellvertretende Vorsitzende Eckhard Wolterink, Jens Last, Heike Lübken, Kassiererin Ulla Kahle, Schriftführerin Hanna Leuchtmann, stellvertretende Kassiererin Marlies Walter.

Treffen jeden Dienstag

Die Gruppe „Frauen mit Suchterfahrung“ trifft sich jeden Dienstag, 19 Uhr, im DRK-Mehrgenerationenhaus in Nordhorn, Schulstraße. Wer sich für die Gruppe „Frauen mit Suchterfahrung“ oder die Angehörigengruppe interessiert, kann sich an Dr. Annegret Hölscher, Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim, Telefon 05921 961867 oder per Mail annegret.hoelscher@grafschaft.de wenden.