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25.03.2020, 10:43 Uhr

Schwarze Männer steigen weiter auf die Dächer

Schornsteinfegerarbeiten dürfen auch während der Coronakrise nicht dauerhaft aufgeschoben werden. Die allgemeingültigen Verhaltens- und Hygieneregeln müssen beachtet werden.

Aufs Dach steigen Schornsteinfeger nur noch selten. In Zeiten der Coronakrise müssen sie ihre Arbeiten fortsetzen, da sie Teil der Gefahrenabwehr sind. Foto: dpa

Aufs Dach steigen Schornsteinfeger nur noch selten. In Zeiten der Coronakrise müssen sie ihre Arbeiten fortsetzen, da sie Teil der Gefahrenabwehr sind. Foto: dpa

Nordhorn Mit Erlass vom 23. März des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung wurde festgestellt, dass die gesetzlich begründeten Eigentümerpflichten aufgrund des Coronavirus nicht aufgehoben werden. Laut den von der Bundesregierung mit den Ländern abgestimmten Leitlinien können Dienstleister und Handwerker grundsätzlich ihrer Tätigkeit nachgehen. Dieses gilt auch für Schornsteinfeger.

Schornsteinfegerarbeiten tragen wesentlich zur Gefahrenabwehr bei, deshalb können sie nicht dauerhaft aufgeschoben werden. Grundsätzlich sollen alle Arbeiten, die ohne Risiko durchgeführt werden können, unter Berücksichtigung der bekannten Verhaltens- und Hygienemaßnahmen auch durchgeführt werden. Die Fristen für die Durchführung der Schornsteinfegerarbeiten sind im Feuerstättenbescheid festgesetzt. Diese Fristen können nur kurzfristig, sofern dies unter dem Aspekt der Brand- und Betriebssicherheit vertretbar ist, verschoben werden.

Sollte sich ein Eigentümer aufgrund der jetzigen Situation weigern, den Schornsteinfeger reinzulassen, ist dieses zur Absicherung des Schornsteinfegerbetriebs schriftlich zu dokumentieren. Das Schreiben soll eine Erklärung der Eigentümerin beziehungsweise der Mieter enthalten, dass trotz Kenntnis der gesetzlich begründeten und bestehenden Eigentümerpflichten die Durchführung der Arbeiten wegen der Corona-Pandemie verweigert wird. Ebenso ist in diesem Schreiben eine Verpflichtung aufzunehmen, die verweigerten Schornsteinfegerarbeiten schnellstmöglich nachholen zu lassen. Dieses Schreiben ist sowohl vom Eigentümer oder Mieter als auch vom Schornsteinfegerbetrieb zu unterzeichnen. Sofern Eigentümer oder Mieter unter Quarantäne stehen oder sich weigern, eine Unterschrift zu leisten, reicht es auch, wenn nur der ausführende Schornsteinfeger dies auf dem Schreiben vermerkt und das Schreiben unterschreibt.