08.10.2020, 16:27 Uhr

Schüttorfer Frauen und Männer auf „nachhaltigem Pilgerweg“

Gerd Busmann vom NABU erklärt die Besonderheiten des Naturschutzgebietes „Weiße Riete“. Foto: privat

Gerd Busmann vom NABU erklärt die Besonderheiten des Naturschutzgebietes „Weiße Riete“. Foto: privat

Schüttorf Im Zusammenhang mit der regelmäßig stattfindenden „Aktionswoche der kfd“ haben sich Frauen und Männer, eingeladen von der Katholischen Frauengemeinschaft Schüttorf, im September auf einen „nachhaltigen Pilgerweg gemacht, der unter dem Leitmotiv „Frauen, wem gehört die Welt?“ stand.

Pater Jo sandte die 16 Frauen und Männer vor der Katholischen Kirche aus mit dem Auftrag, auf ihrem Weg vielleicht eine Antwort auf diese Frage zu finden, und sprach ein Segensgebet. Dann machten sich acht Pilger per Rad auf den großen Pilgerweg und acht Fußgänger auf den kleinen Weg in die Innenstadt. Beide Wege führten zu verschiedenen Stationen, bei denen mit allen Sinnen, mit Gesprächen und auch in der Stille die Schönheit der Schöpfung, aber auch die Veränderungen und Folgen der voranschreitenden Umweltzerstörung, wahrgenommen werden sollten.

Der Weg der Radfahrer führte zuerst zur „Weißen Riete“, dem Naturschutzgebiet des NABU, welches Gerd Busmann den Besuchern mit vielen interessanten Informationen vorstellte . Anschließend ging es weiter zum Quendorfer See, dann führte der Weg über eine Vechtebrücke zu einer Aussichtsplattform bei den „Quendorfer Vechtewiesen“ und endete bei einem letzten Standort im Bentheimer Wald. Alle diese Stationen luden ein zum Verweilen, zum Betrachten, zum Staunen, Lauschen und auch Fühlen, wenn zum Beispiel ein Baum umarmt wurde. Die Teilnehmer bestätigten später, dass sie mit anderen Augen den Weg und die ausgewählten Orte wahrgenommen, aber auch viel Neues über Veränderungen einer Landschaft erfahren hatten.

Die Fußgängergruppe legte den ersten Stopp im „Eine Welt Laden“ ein, wo sie sich mit dem „Fairen Handel“ und fairen Arbeitsbedingungen weltweit beschäftigte. Der Weg führte dann am Regionalladen vorbei zum Feuerlöschbrunnen, einem Ort, der zu regem Gedankenaustausch über „Brunnen“ in der Bibel und im Märchen, wie auch über das Thema „Feuer“, einlud. Weiter ging es zum Labyrinth im Bürgermeister- Meyering-Park, ein Weg, der ganz bewusst und mit allen Sinnen abgeschritten wurde. Der Pilgerweg endete bei der Vechte, die zum Nachdenken über die Themen „Wasser“ und „Fließen“ und über die Trockenheit dieses Sommers anregte. Dabei kam es zu regen Diskussionen über die Folgen des ausbleibenden Regens und auch über die Verschmutzung der Flüsse, die hier vor Ort beispielhaft an den vielen Flaschen im Fluss zu erkennen war.

Alles in allem bestätigten die Teilnehmer auf ihrem Pilgerweg, mit offenen Augen und Ohren die Schönheiten der Natur und auch der Stadt wahrgenommen zu haben. Einige Stationen wurden mit einem Gebet oder einer Meditation begleitet. Immer wieder wurde im Gespräch auf historische und geografische Veränderungen aufmerksam gemacht. Und alle waren sich darin einig, dass „wir unsere Erde heute und auch zukünftig für alle Generationen lebenswert erhalten wollen“.

Ems-Vechte