Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
14.07.2020, 11:19 Uhr

Neuenhauser Schüler nutzen Angebot zur Berufsorientierung

Unter Ausbildungsangeboten das Richtige zu wählen, ist keine einfache Sache. Foto: dpa

Unter Ausbildungsangeboten das Richtige zu wählen, ist keine einfache Sache. Foto: dpa

Neuenhaus Die Corona-Krise hat auch den Schulbetrieb vor riesige Herausforderungen gestellt. Doch auch im Corona-Modus geht für zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Berufsorientierungsprozess weiter. So nutzten sieben Schülerinnen und acht Schüler des 12. Jahrgangs des Lise-Meitner-Gymnasiums aus Neuenhaus vor den Sommerferien noch die Chance, sich genauer mit dem Berufsbild des Ingenieurs auseinanderzusetzen. Wie sehen die Aufgabenfelder und Arbeitsplätze in diesem Tätigkeitsbereich aus? Passen die eigenen Neigungen und Fähigkeiten zu den beruflichen Anforderungen? Antworten auf diese und weitere Fragen bekam der naturwissenschaftlich-technisch interessierte Nachwuchs unter Einhaltung der Hygienevorschriften im Rahmen eines Berufsorientierungsseminars der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland in der Schule. Mit diesem Seminar leistet die Bildungsstiftung der regionalen Metall- und Elektroindustrie an zahlreichen Gymnasien in Stadt und Landkreis Osnabrück, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim Hilfestellung bei der Studien- und Berufswahl. Unterstützt wird sie hierbei von der Agentur für Arbeit Osnabrück beziehungsweise Nordhorn.

Eine kleine Änderung zum sonst üblichen Ablauf gab es allerdings doch: Anstatt dass die Teilnehmer nachmittags zu Gast bei einem Unternehmen inklusive eines Gesprächs mit Ingenieuren vor Ort waren, kam dieses Mal ein Ingenieur in die Schule. Christian Rickling, Bachelor of Science und Projektingenieur Elektrotechnik bei der Neuenhauser Maschinenbau GmbH, besuchte die Gymnasiasten und informierte über seinen Werdegang und seine Tätigkeit bei seinem Arbeitgeber. Nach seinem Realschulabschluss absolvierte Rickling zunächst eine Ausbildung zum Industrieelektroniker, besuchte dann die Fachoberschule und studierte anschließend an der Hochschule Osnabrück. Auf Nachfrage betonte er, dass die in der Ausbildung erworbenen Praxiskenntnisse für die spätere Tätigkeit von Vorteil seien. Die Betriebserkundung erfolgte digital. Gleiches galt auch für die Präsentation eines konkreten Projekts. Dabei vermittelte Rickling einen sehr realitätsnahen Einblick in seinen Arbeitsalltag, als er sich online auf eine von ihm projektierte und betreute Produktionsanlage aufschaltete, und so die ihm zur Verfügung stehenden Tools zur Wartung und Steuerung live demonstrierte.

Durch die Teilnahme an diesem Seminar haben sich die Jugendlichen verstärkt mit ihrer beruflichen Zukunft unter Berücksichtigung ihrer Interessen befasst. Sich stärker mit den eigenen Neigungen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen, trägt dazu bei, einen Fehler bei der Berufsentscheidung zu vermeiden.

Ems-Vechte