30.01.2019, 08:44 Uhr

Schüler entdecken Filme als Form der Dokumentation

Die 11. Grafschafter Kurzfilmnacht bietet wieder tiefe Einblicke in Fragen, die Grafschafter Jugendliche bewegen. Zum 11. Mal geht die beliebte Veranstaltung am Samstag, 16. Februar, um 20 Uhr, über die Bühne des Forums im Burg-Gymnasium Bad Bentheim.

Einer der Kurzfilme am 16. Februar thematisiert den Analphabetismus. Foto:privat

Einer der Kurzfilme am 16. Februar thematisiert den Analphabetismus. Foto:privat

Die Schüler des Seminarfaches „Journalismus“ (Jahrgangsstufe 12) präsentieren ihre im letzten Jahr erstellten Reportagen und bieten wieder tiefe Einblicke in Fragen, die Jugendliche in der Grafschaft bewegen.

Auch diesmal beschäftigen sich die jungen Filmemacher in neun Kurzfilmen mit einem breiten Spektrum sozialer und gesellschaftspolitischer Fragen. Dr. Thomas Füser, Initiator des Projektes, betont, dass die Schüler bei ihrer Arbeit ein ganzes Bündel an wichtigen Kompetenzen erwerben: „Unsere Schüler arbeiten immer zu selbst gewählten Themen, recherchieren dazu eine Facharbeit, suchen Menschen, die zu den Themen zu Wort kommen sollen, sprechen mit Betroffenen, planen und drehen die Bilder und montieren daraus schließlich die Geschichte, die sie erzählen möchten. Da sind Teamgeist, Disziplin, Kreativität und hohe Verlässlichkeit gefragt.“ Besonders bemerkenswert sei, dass in diesem Jahr die meisten Filmbilder mit dem eigenen Smartphone erstellt wurden. So leiste das Seminarfach am Burg-Gymnasium auch einen wichtigen Beitrag zur Medienbildung und Medienkompetenz seiner Schüler.

Die Filmteams berichten in den aktuellen Dokumentationen von den Perspektiven der E-Mobilität, der Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs oder der Nutzung der Windkraft in der Grafschaft Bentheim. Sie setzen sich mit dem Kampf gegen den Analphabetismus auseinander, fragen nach den Möglichkeiten der Inklusion gehandicapter Menschen in den Arbeitsmarkt, beschäftigen sich mit Fragen der sexuellen Identität oder zeigen, wie sich Kinder und Jugendliche für den Naturschutz engagieren können. In berührenden Porträts gelingt ihnen außerdem ein intensiver Blick auf das Leben einer jungen Frau, die an Anorexie („Magersucht“) erkrankt war, und auf die Belastungen pflegenden Angehöriger von dementen Menschen.

Die Filmbeiträge werden in Form einer moderierten Talkshow präsentiert, begleitet von Interviews und musikalischen Beiträgen. In der Pause besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern ins Gespräch zu kommen oder kleine Snacks und Getränke zu genießen.

Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich. Erwachsene zahlen fünf Euro, Schüler drei Euro.

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