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24.07.2020, 14:52 Uhr

Rockmuseum Gronau: Fast 70 Jahre Popkultur in „Pop Cloud“

Die „Pop Cloud“ hält über tausend Musiktitel und viele Hintergrundinformationen bereit. Über den Touch-Bildschirm können die Jahre und Genres ausgewählt werden. Foto: privat

Die „Pop Cloud“ hält über tausend Musiktitel und viele Hintergrundinformationen bereit. Über den Touch-Bildschirm können die Jahre und Genres ausgewählt werden. Foto: privat

Gronau Das Rock- und Popmuseum in Gronau ist um eine Attraktion reicher. Die sogenannte „Pop Cloud“, ein 42-Zoll großer LED-Touch-Bildschirm, hat nach einer Entwicklungsphase von rund eineinhalb Jahren Einzug in die ehemalige Turbinenhalle in Gronau gehalten.

Auf der Besucher-Empore des Musikmuseums leuchtet seit Kurzem ein bunter LED-Bildschirm – die „Pop Cloud“. Über eintausend Musiktitel und allerhand Hintergrundinformationen zum Zeitgeschehen sowie zu kulturellen und politischen Ereignissen hält die Software für Besucher bereit. „Über eine verschiebbare Jahres-Lupe wählt der Besucher ein Jahr zwischen 1950 und 2017 sowie ein Musikgenre aus. Im nächsten Schritt erscheinen verschiedene Buttons, über die unterschiedliche Informationen abrufbar sind. Diese setzen sich aus Texten, Bildern sowie Audio- und Videodateien zusammen. Sie beschäftigen sich inhaltlich mit dem gesamten Kosmos der Musikwelt: Sowohl wichtige Veröffentlichungen, bedeutende Konzerte und innovative Instrumententechnik als auch genrewichtige Clubs und trendsetzende Künstler sind hier zu finden“,erläutert Carolin Hölscher vom Rock- und Popmuseum. „Durch die Rubrik ,Zeitgeschichte‘ bekommt die Entwicklung des Pop eine historische Folie, welche die Betrachtung der Popmusik und die Dauerausstellung ihrem kulturhistorischen Zusammenhang zuordnet. Die ,Pop Cloud‘ eröffnet damit eine neue Perspektive auf den Pop und erweitert das interaktive Angebot des Museums“, so Hölscher weiter.

Viel Entwicklungsarbeit

Rund eineinhalb Jahre Programmierung und viele Recherchestunden stecken in der „Pop Cloud“. In Zusammenarbeit mit dem Journalisten, Wissenschaftler und Musiker Jens Quandt ist ein beachtliches Portfolio an Musiktiteln und Hintergrundinformationen entstanden. Den Feinschliff leistete das Unternehmen Systematic, das für die Programmierung der Software verantwortlich ist. Und die „Pop Cloud“ soll weiter wachsen. „Geplant ist, die Software stetig zu aktualisieren und sie sukzessive mit Informationen zu ergänzen“, erklärt Hölscher. „Nicht nur für Schulklassen stellt die ,Pop Cloud‘ ein interessantes Medium dar, das spielerisch geschichtliche, politische und kulturelle Inhalte vermittelt – auch Musikinteressierte oder Musiklaien können hier viel lernen und werden überrascht sein, wie tiefgründig und vielseitig die Informationen aufgearbeitet wurden“, freut sich Kurator Dr. Thomas Mania.

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