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23.10.2019, 14:42 Uhr

Robert Swan plant mit 63 Jahren erneut Expedition

Klimawandel: Vor 30 Jahren ist er über das Eis zum Nordpol gelaufen. Jetzt seien nur noch einzelne Stücke Eis übrig, beklagt der Polarforscher.

Der Polarforscher und Umweltschützer Robert Swan. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Der Polarforscher und Umweltschützer Robert Swan. Foto: Christoph Schmidt/dpa

dpa Leinfelden-Echterdingen Robert Swan hat als erster Mensch beide geografische Pole zu Fuß erreicht - mehr als 30 Jahre nach seiner ersten Expedition will er im Zeichen des Klimaschutzes demnächst erneut in die Antarktis aufbrechen.

„Vor 30 Jahren liefen wir über das Eis zum Nordpol und es schmolz. Wir wussten nicht, was es war. Niemand hat uns von Klimawandel und Erderwärmung erzählt“, sagte der 63-jährige Brite am Mittwoch in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Jetzt seien dort nur noch einzelne Stücke Eis übrig. „Jeder, der sagt, dass der Klimawandel nicht stattfindet, dem schlage ich vor, er soll versuchen, zum Nordpol zu laufen.“

1986 war Swan das erste Mal zu Fuß mit anderen Forschern an den Südpol gelangt. In der Antarktis sei der Großteil des Eises dieser Welt zu finden. „Wenn wir das schmelzen lassen, werden wir schwimmen“, sagte der Polarforscher und Umweltschützer beim Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress. Um das zu verhindern, sei jeder Einzelne gefragt. Die „Fridays for Future“-Proteste junger Menschen seien komplett berechtigt. Alle Menschen müssten sich die Frage stellen: „Tut ihr euer Bestes? Wenn nicht, könnt ihr einen Extraschritt machen?“