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12.07.2019, 13:57 Uhr

Reiten vor fürstlicher Kulisse im Emsland

Die Jagd zu Pferde mit der Hundemeute ist eine jahrhundertealte Tradition. Gepflegt wird sie auf Schloss Clemenswerth im emsländischen Sögel.

Reiten vor fürstlicher Kulisse im Emsland

Das Schloss Clemenswerth in Sögel bildet die Kulisse für zahlreiche Veranstaltungen. Foto: Emsland Tourismus GmbH

Die weltweit einzige erhaltene sternförmig angelegte Schlossanlage aus dem Barock bildet am 22. September die prächtige Kulisse für die Schleppjagd. Bereits am ersten August-Wochenende heißt es „Howdy Cowboys!“ auf dem Ferienhof Junkern-Beel in Hilter: Vier Tage lang findet dort das Westernfestival mit hunderten von Pferden und Cowboys sowie rund 4000 Besuchern statt. Last but not least gibt es im Emsland über 20 Pony- und Reiterhöfe, die den Urlaub mit (eigenem) Pferd ermöglichen. Viele Höfe bieten einen Rundum-Service an: Leihpferde, Gastpferdeboxen, Reithalle, Reitunterricht, geführte Touren, Equipment und natürlich viele Insider-Tipps für tolle Reitwege. Weitere Informationen zum Reiterurlaub telefonisch unter 05931 442266 oder unter www.reiterland-emsland.de.

Der traditionelle Jagdmonat September wird auf Schloss Clemenswerth im Emsland durch den Falknertag am 1. September eingeläutet. Besucher können bei beeindruckenden Flugvorführungen hautnah erleben, wie Adler, Falken und Bussarde vor der Kulisse des Schlosses in die Lüfte steigen und ihre Kreise drehen oder sich am Infostand des Deutschen Falkenordens über die Falknerei sowie über Zucht und Haltung informieren. Am Sonntag, 22. September, findet die traditionelle Schleppjagd statt. Nach der einleitenden Hubertusmesse unter freiem Himmel machen sich die Reiter mit ihren prächtig herausgeputzten Pferden auf zur unblutigen Jagd über den Hümmling – die Hundemeute jagt keinem echten Fuchs nach, sondern einer zuvor gelegten Duftspur. Dabei können sich die klassisch gekleideten Reiter fühlen wie der Landadel und die Kirchenfürsten, die in früheren Zeiten auf Schloss Clemenswerth im Herbst zur Jagd gingen. Während die Pferde rund 15 Kilometer zurücklegen, können die Besucher sich auf dem Schlossgelände vergnügen. Es gibt Verkaufs- und Infostände. Kinder traben durch den Steckenpferd-Parcours oder schwingen sich aufs Pony. Selbstverständlich können Gäste auch das Schloss und die Ausstellungspavillons besichtigen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei; für das Schlossmuseum gilt der reguläre Museumseintritt.

Jedes Jahr am ersten Augustwochenende (2019: 2. bis 4. August) herrscht Ausnahmezustand in Hilter. Hunderte von Pferden und Cowboys sowie über 4000 Besucher reisen in das kleine Dorf, um beim Westernfestival Junkern Beel dabei zu sein – hier erlebt man live diverse Wettkämpfe in verschiedenen Kategorien, von Slalom bis Rodeo. Neu in diesem Jahr ist eine Apache Stunt Show. Wer mag, bummelt zudem über die Verkaufsmeile, wo alles rund um die Western- und Country-Szene angeboten wird.

Hilter, das zur Samtgemeinde Lathen gehört, ist auch außerhalb des Festivals ein Pferdeparadies: es liegt teilweise in einer Urlandschaft auf zwei Emsinseln ohne öffentlichen Straßenverkehr. Hier leben mehr Pferde als Menschen. Auf den Weiden im Emsland grasen bekannte Pony- und Pferderassen. So trifft man zum Beispiel auf Knabstrupper, die als getupfte „Pippi-Langstrumpf-Pferde“ bekannt sind. Auch die vom Aussterben bedrohten Przewalski-Wildpferde sind im Emsland beheimatet. Für Pferdeliebhaber also die ideale Umgebung, um Urlaub mit dem eigenen Pferd oder auf einem Reiterhof zu machen. Um das Reitgebiet rund um den Hilter Berg kümmern sich die örtlichen Reiterhöfe. Tageskarten für Gastreiter sind dort erhältlich.

Auch auf dem Reiterhof Lüssing in Haren an der Ems sind zwei- und vierbeinige Gäste willkommen. Es gibt 140 Pferdeboxen, circa 70 davon für Gastpferde. Ebenso sind eine Pferdeführanlage, Pferdesolarium, Waschplätze, Paddock und Gästeweiden vorhanden. Der Reiterhof ist umgeben von Wäldern und liegt direkt an der Ems. Mehr als 60 Kilometer Reitwege auf weißem Sand stehen dem Gast und seinem Vierbeiner im Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung. Die leicht hügelige, wasserreiche Gegend lädt ganzjährig zu ausgedehnten Ausritten und Kutschfahrten ein.