19.02.2021, 11:27 Uhr

Regionale SPD- und Grünen-Jugend lotet Gemeinsamkeiten aus

Streuobstwiesen bieten Insekten Unterschlupf und Nahrung. Die Grüne Jugend und die Jusos der Region wollen sich für eine Ausweitung von Fallobstweisen einsetzen. Foto: privat

Streuobstwiesen bieten Insekten Unterschlupf und Nahrung. Die Grüne Jugend und die Jusos der Region wollen sich für eine Ausweitung von Fallobstweisen einsetzen. Foto: privat

Grafschaft/Lingen Die Grüne Jugend (GJ) Grafschaft–Emsland und die Jusos Emsland haben sich vor Kurzem bei einem Online-Treffen über gemeinsame Zielsetzungen und Kooperationsgrundlagen ausgetauscht. „SPD und Grüne hatten in den vergangenen Jahren ein gutes Verhältnis und haben in mehreren rot-grünen Koalitionen erfolgreich zusammengearbeitet. Nun wollen wir eine weitere Erfolgsgeschichte hinzufügen“, erklären die Jugendorganisationen der Parteien in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Einigkeit beim Klimaschutz

„Zusammen konnten wir viele Inhalte finden, in denen wir übereinstimmen, allen voran natürlich der Klimaschutz, der für uns Jusos eine große Rolle spielt und der durch die Corona-Pandemie im letzten Jahr ein wenig in den Hintergrund geraten ist. Wir spüren, dass es höchste Zeit ist zu handeln, denn in den vergangenen Jahren sind vor allem die ,Hitzesommer‘ eine Folge des Klimawandels, unter der vor allem die Landwirte in dieser Region leiden“, erklärt der Vorsitzende der Jusos Emsland, Simon Fischer. „Bereits auf kommunaler Ebene können wir Wege einschlagen und unsere Region umweltfreundlicher machen.“

Weitere Themen im Fokus

Ein Thema, das die beiden Jugendorganisationen gemeinsam angehen wollen, sind Fallobstwiesen als Lebensraum und Nahrungsgrundlage für viele Insekten und andere Tiere. Einen weiteren Themenschwerpunkt legen die Jungparteien auf das Bildungssystem. „Das aktuelle Bildungssystem ist sehr veraltet und bedarf seit Langem einer Überarbeitung“, betont Lina Baptista von der GJ. Hier müsse der Fokus auf jedem einzelnen Schüler liegen, der Leistungsdruck müsse „deutlich reduziert“ und die Lehrer „in ihrem Studium pädagogisch besser ausgebildet werden“.

Auch Themen wie Energiegewinnung und Pflegenotstand standen auf der Tagesordnung. „Um eine progressive Politik auf kommunaler Ebene weiter voranzutreiben, wollen unsere beiden Jugendorganisationen weiter zusammenarbeiten und auf die Ergebnisse dieses ersten Treffens aufbauen“, kündigt GJ-Sprecher David Bartz an.

Ems-Vechte