14.01.2019, 17:32 Uhr

Rege Bautätigkeit in Bad Bentheim

Eine neue Sporthalle, die Ortsmitte in Gildehaus, ein besserer Bürgerservice, die Sanierung des Nordhorner Weges oder die Versorgung der Landgemeinden mit schnellem Internet. Im Gespräch blickt Bürgermeister Dr. Volker Pannen auf die Projekte in 2019.

In der der Ortsmitte in Gildehaus soll es 2019 vorangehen: Das ehemalige Möbelhaus Wendland soll einem Neubau weichen. Im benachbarten Haus Dorfstraße 13 möchte die Stadt unter anderem eine Begegnungsstätte einrichten und regionale Produkte anbieten. Foto: Masselink

© Masselink, Rolf

In der der Ortsmitte in Gildehaus soll es 2019 vorangehen: Das ehemalige Möbelhaus Wendland soll einem Neubau weichen. Im benachbarten Haus Dorfstraße 13 möchte die Stadt unter anderem eine Begegnungsstätte einrichten und regionale Produkte anbieten. Foto: Masselink

Mit dem Ende Dezember gefundenen Kompromiss zum Turnhallenneubau, mit dem schlussendlich die Verabschiedung des Haushaltes sichergestellt werden konnte, hat das Jahr 2018 aus Sicht der Verwaltung einen sehr erfreulichen Abschluss genommen. „Das war ein toller politischer Beschluss und alle brennen jetzt darauf, dass es losgeht“, sagt Volker Pannen. Gemeinsam mit allen Beteiligten soll nun ein Konzept erarbeitet werden und die Armin-Franzke-Halle möglichst noch in diesem Jahr abgerissen werden.

Weiter vorangehen soll es 2019 auch in der Dorfmitte in Gildehaus. Die vorgesehene Außenstelle des Rathauses soll nicht, wie zunächst geplant, in den Neubau auf dem Wendland-Grundstück einziehen, sondern in dem denkmalgeschützten Haus an der Dorfstraße 13 untergebracht werden. In Zusammenarbeit mit der lutherischen Kirchengemeinde soll dort zudem eine Bücherei entstehen, sowie eine Begegnungsstätte mit einem Angebot von regionalen Produkten. Voraussichtlich erst im kommenden Jahr werden die Arbeiten am Neubau neben dem Bentheimer Rathaus beginnen. Dort wird die Stadt mit einem Bürgerservicebüro einziehen. Zunächst müssen noch der Grundstückskaufvertrag abgeschlossen und die Baugenehmigung erteilt werden. Zur weiteren Service-Verbesserung möchte die Verwaltung in diesem Jahr das Projekt neue Homepage abschließen.

Fortgeschrieben werden soll der Brandschutzbedarfsplan. Hier geht es insbesondere um die Frage, ob im Gewerbepark in Gildehaus ein Standort für die Feuerwehr errichtet werden muss. Im Gewerbegebiet werden zudem die Pläne für einen 9. Bauabschnitt vorangetrieben.

Für die Verbesserung des Katastrophenschutzes ist vorgesehen, am Servicebetrieb der Stadt eine Dieseltankstelle zu bauen. Rathaus, Servicebetrieb und die beiden Feuerwehrhäuser sollen bei einem Stromausfall mit Notstrom versorgt werden. „Im Falle eines Stromausfalls funktionieren die Tankstellen nicht mehr. Mit der Dieseltankstelle wären wir dann im Notfall komplett autark“, erklärt Volker Pannen. Auch im Bereich der Schulen und Kindergärten ist einiges in Bewegung. So wird in diesem Jahr der Pausenhof der Realschule saniert. „Durch die Schulstruktur- und Standortdiskussion ist das etwas ins Stocken geraten, sagt der Bürgermeister. „Da wir jetzt aber eine Haushaltsplanung für die nächsten fünf Jahre gemacht haben, sind wir der Meinung, dass das nicht länger warten kann.“ Bis zum Sommer soll das Projekt umgesetzt sein. Die Diskussion über den geplanten Schulneubau für den Sekundarbereich I soll dann weitergeführt werden, wenn die beiden Schulleiterstellen neu besetzt sind. An der Realschule ist Jürgen Klukkert seit dem Sommer im Ruhestand, an der Grund- und Hauptschule Gildehaus wird Wolfgang Lüders Ende Januar verabschiedet.

Ein wichtiges Thema in diesem Jahr ist laut Volker Pannen die Kita in Sieringhoek. „Der Mobilgruppenbetrieb, der im Sommer vergangenen Jahres begonnen hatte, ist nur bis zum Sommer 2021 zulässig. Daher möchte die Stadt zum 15. September einen Dorferneuerungsantrag stellen, um eine Kita in der angrenzenden Hofstelle zu errichten. „Das wäre unsere favorisierte Lösung“, sagt Volker Pannen. Zudem soll die neue Kita Kaiserhof in Bad Bentheim spätestens im November dieses Jahres fertig sein.

Im Bereich Straßenbau soll die schon lange notwendige Sanierung des Nordhorner Wegs begonnen und die Heeresstraße und die Hofstiege ausgebaut werden. Auch die Arbeiten am Holter Diek sollen beginnen. Um die Parksituation an der Südstraße zu entlasten, konkretisiert sich die Errichtung eines Parkplatzes an der Gutenbergstraße. Weiterhin gibt es Überlegungen, an der Ecke Lingerstiege zehn Parkplätze für das gegenüberliegende Ärztehaus an der Südstraße zu schaffen. Im Herbst wird auch der Ausbau der Klosterstraße in Bardel beginnen, nachdem das Kloster die neuen Busparkplätze fertiggestellt hat.

Im Otto-Pankok-Museum in Gildehaus ist vorgesehen, das Dachgeschoss auszubauen, um den Nachlass von Hella Wertheim dort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In Sachen Glasfaserausbau in den Landgemeinden stehen im Januar und Februar die Öffentlichkeitsveranstaltungen an, in welchen für die erforderliche Anzahl an Anschlüssen geworben werden soll. Wie Erster Stadtrat Heinz-Gerd Jürriens betont, kommt es bei dem Projekt vor allem auf die Beteiligung der Einwohner an, die bei der Planung und der Verlegung der Leitungen mitwirken. So wird der Streckenverlauf eigenständig geplant und auch Leitungen und Dränagen auf den Feldern müssen vor Beginn der Verlegung in Eigenarbeit freigelegt werden. „Nur durch diese etwas unkonventionelle Art der Verlegung kann es funktionieren, dass alle Einwohner dort in den Genuss des schnellen Internets kommen“, sagt Jürriens. „Das wird eine tolle Zusammenarbeit“, ist sich Volker Pannen sicher.