17.08.2021, 11:45 Uhr

Projekt zur Unterstützung im Bereich Ausbildung endet

Vertreter des Campus Handwerk ziehen als Träger für das von der Bundesregierung geförderte Projekt „Aufwind“ rückblickend eine Erfolgsbilanz. Foto: Campus Handwerk

Vertreter des Campus Handwerk ziehen als Träger für das von der Bundesregierung geförderte Projekt „Aufwind“ rückblickend eine Erfolgsbilanz. Foto: Campus Handwerk

Lingen Das Jobstarter-plus Projekt „Aufwind für die Ausbildung im Grafschafter Handwerk“ geht nach fast dreijähriger Laufzeit in die finale Phase und der Campus Handwerk Südwest-Niedersachsen als Projektträger zieht rückblickend erfolgreich Bilanz.

So konnten nicht nur regionale Unternehmen bei ihren Ausbildungsaktivitäten unterstützt und Ausbildungsplätze optimal besetzt werden. Es ist weiterhin gelungen, die Kooperation zwischen den unterschiedlichen Beteiligten an der dualen Ausbildung in der Grafschaft untereinander zu fördern und die vorhandenen Strukturen zu stärken.

Die Coronakrise forderte dabei neue, individuelle und vor allem flexible Ansätze und Wege. Diese Situation belastet insbesondere kleinere Handwerksbetriebe in der Region und deren verfügbare Ressourcen. Unabhängig davon wurde das Projektziel, die Stärkung des regionalen Handwerks und die damit verbundene Nachwuchskräftesicherung, erreicht.

Das Beratungsangebot durch das Projektteam orientiert sich dabei stets am individuellen Bedarf der Unternehmen, um gemeinsam betriebsorientierte Lösungen zu finden. Neben der Gestaltung und Verbesserung des Azubimarketings bis hin zu Anregungen und Impulsen für die Übernahme nach der Ausbildung wird auch zu Themen der inhaltlichen Gestaltung und aktiven Weiterentwicklung der betrieblichen Ausbildungsarbeit für einen erfolgreichen Berufsabschluss beraten.

„Die persönlichen Gespräche und die Unterstützung durch das Projektteam haben uns nicht nur geholfen Lücken zu schließen und unsere Ausbildungsbemühungen deutlich zu verbessern. Sie halfen auch bei deren Umsetzung und der Strukturierung eines neuen Ausbildungsberufes in unserem Unternehmen“, sagt Philipp Bornemann von der Firma RöBo GmbH.

Der handwerkliche Bereich in der Region zeigt weiterhin einen deutlichen Überhang an unbesetzten Ausbildungsstellen und stellt die zahlreichen Betriebe vor neue Herausforderungen, um ihren dringend benötigten Fachkräftebedarf zu decken. „Hier gilt es nicht nur geeignete Kandidaten für eine handwerkliche Ausbildung zu gewinnen. Unser Augenmerk liegt darüber hinaus auch darauf, die vielseitigen und interessanten Perspektiven einer dualen Ausbildung im Handwerk hervorzuheben“, erläutert Manfred Pletz, Dozent des Campus Handwerk Südwest-Niedersachsen.

Dieser Ansatz aus direkter Schüleransprache einerseits und Betriebsberatung andererseits hat dazu geführt, dass durch die Projektmitarbeiter im bisherigen Verlauf des Projektes sowohl Betriebe als auch ausbildungsinteressierte Jugendliche aller Schulformen optimal zusammengebracht wurden. „Gerade für Jugendliche mit Abitur kann eine handwerkliche Ausbildung ein attraktiver Einstieg in das Berufsleben sein, da in Zukunft immer mehr hoch qualifizierte Fachkräfte benötigt werden. Eine fundierte Berufsausbildung mit ihren zahlreichen Spezialisierungen ist dafür die perfekte Ausgangsposition. Ergänzt durch die vielseitigen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet sie vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten, sowie praxisorientiertes Fachwissen für ein anschließendes Studium“, sagt Ralph Rudolf, beim Campus Handwerk zuständig für die Schülerberatung.

Unternehmen, Eltern, Schüler oder Lehrer, die sich angesprochen fühlen und Unterstützung im Azubimarketing oder dem Bewerbungsprozess für ein Praktikum oder eine Ausbildungsstelle benötigen, können sich an aufwind@campushandwerk-swn.de melden. Weitere Informationen und direkte Ansprechpartner finden sich im Internet auf https://www.campushandwerk-swn.de/projekte/aufwind/.

Das Projekt Aufwind wird bis zum 31. Dezember als Jobstarter Plus-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds gefördert.