20.09.2019, 18:00 Uhr

Pro nota-Konzert nach der Sommerpause

Lauma Skride Özer und Pauline Sachse spielen Stücke von Schubert und Schostakowitsch

Lauma Skride Özer und Pauline Sachse. Foto: pro nota

Lauma Skride Özer und Pauline Sachse. Foto: pro nota

Nach der Sommerpause locken Pauline Sachse (Viola) und Lauma Skride Özer (Klavier) am 26. Oktober in den NINO Hochbau. Die Pianistin riss 2006 mit ihrer Schwester Baiba Skride an der Violine das °pro nota°-Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Als gefragte Kammermusikerin konzertiert Pauline Sachse mit Künstlern wie Isabelle Faust, Stella Doufexis, Benjamin Schmid und Janine Jansen. Sie ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Heidelberger Frühling, dem Festival „Spannungen“ in Heimbach, dem Moritzburg Festival, den Schwetzinger Festspielen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Ihre Ausbildung erhielt die gebürtige Hamburgerin an der Musikhochschule Hanns Eisler und der UDK in Berlin sowie an der Yale University (USA) bei Jesse Levine, Wilfried Strehle und über viele Jahre bei Tabea Zimmermann, deren Assistenz an der Musikhochschule Hanns Eisler sie 2007 übernahm. Ein Studium beim Alban Berg Quartett setzte weitere wichtige Impulse.

In Ensembles wie dem Mahler Chamber Orchestra, dem Lucerne Festival Orchestra, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks und den Berliner Philharmonikern arbeitete sie mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Mariss Jansons, Simon Rattle und Seiji Ozawa.

Pauline Sachses breit gefächertes Repertoire spiegelt sich auch in ihrer Diskographie wider. So hat sie neben Werken von Schumann, Brahms, Schostakowitsch und Hindemith auch diverse Ersteinspielungen und Uraufführungen realisiert, zum Beispiel die „Hamlet Echoes“ von Christian Jost oder die Ersteinspielung verschiedener Frühklassischer Sonaten von Franz Benda und Giorgio Antoniotto.

Ihr künstlerischer wie auch pädagogischer Ansatz verbindet verschiedenste Künste miteinander. So war der erste Kontakt mit Musik nicht der eines instrumentalen Unterrichts, sondern bereits im Alter von drei Jahren und über viele Jahre in intensiver Form der klassische Tanz. Heute fließen ihre Gedanken primär in Klänge. Es entstehen aber auch Kunstwerke, integrale Konzepte und Aufsätze auf der Suche nach künstlerischem Ausdruck. Sie spielt auf einer 1610 von Paolo Maggini in Brescia erbauten Viola sowie auf einem Neubau von Patrick Robin von 2017.

„Wunderbar sensibel, mit herrlichen Klangfarben, immer wieder auch mit hochvirtuosem Elan“ sei das Spiel von Lauma Skride, wie es ihr der Bayerische Rundfunk in einer Rezension attestiert. Kombiniert mit einer brillanten Technik sind dieses die Eigenschaften, mit denen es Lauma Skride gelingt, als Solistin wie als Kammermusikerin gleichermaßen auf den wichtigsten nationalen und internationalen Podien zu begeistern.

Insbesondere für ihre Interpretationen des deutschen klassischen und romantischen Repertoires wird die Wahlberlinerin Lauma Skride, seit 2008 Trägerin des Beethoven-Ringes, geschätzt: Sie gastierte bei Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, den Hamburger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie oder dem Orquesta de Gran Canaria. Zu den Dirigentinnen und Dirigenten, mit denen Lauma Skride arbeitet, gehören Andris Nelsons, Kristjan Järvi, Yan Pascal Tortelier und Cornelius Meister. In den letzten Jahren gastierte sie unter anderem beim Philharmonischen Orchester Heidelberg, den Essener Philharmonikern unter Tomas Netopil, beim Staatsorchester Bremerhaven und beim Osnabrücker Symphonieorchester. Im Herbst 2019 wird sie das Klavierkonzert von Clara Schumann, anlässlich ihres 200. Geburtstages mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Andris Nelsons aufführen.

Seit 2016 ist Lauma Skride Mitglied des „Skride Quartettes“, zusammen mit Baiba Skride, Harriet Krijgh und Lise Berthaud. Das Ensemble unternimmt regelmäßige Konzerttourneen und veröffentlicht im Frühjahr 2019 seine erste CD bei ORFEO. Zu den weiteren Kammermusikpartnern Lauma Skrides zählen Anne-Sofie Mutter, Daniel Müller-Schott, Sol Gabetta und Julian Steckel, sowie Jörg Widmann, Christian Tetzlaff und das Armida Quartett.

2007 spielte Lauma Skride den Klavierzyklus „Das Jahr“ von Fanny Hensel bei Sony ein und wurde für diese Aufnahme mit dem Echo-Klassik Preis als beste Nachwuchskünstlerin geehrt.

Für ORFEO nahm sie die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms in einer Bearbeitung für Violine und Klavier von Joseph Joachim mit ihrer Schwester Baiba auf, zuletzt erschien eine CD mit einem rein skandinavischen Programm mit den beiden Schwestern.

1982 in Riga als jüngste von drei Schwestern einer lettischen Musikerfamilie geboren, begann Lauma Skride im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen und wurde wenig später Schülerin von Anita Paze an der Musikhochschule Emil Darzins in Riga. Abschließend studierte sie in der Klasse von Prof. Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit ihrem elften Lebensjahr nahm sie an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil (unter anderem Maria Canals in Spanien und Cleveland International Piano Competition USA) und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Das Konzert in Nordhorn beginnt um 20 Uhr. Auf dem Programm stehen folgende Werke: Franz Schubert „Schwanengesang“ D 957 (1828) (Bearbeitet für Viola und Klavier von Pauline Sachse) – Lieder nach Gedichten von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine, und Dmitri Schostakowitsch, Sonate für Viola und Klavier op. 147.

Nähere Informationen: www.pronota.de