02.02.2021, 08:57 Uhr

Polizei schult Erzieher zum Thema Häusliche Gewalt

Unter Berücksichtigung des schulischen Hygienekonzeptes wurde den angehenden Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit geboten, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Foto: Polizei

Unter Berücksichtigung des schulischen Hygienekonzeptes wurde den angehenden Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit geboten, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Foto: Polizei

Nordhorn „Erzieherinnen und Erzieher sind unverzichtbare Multiplikatoren im Kampf gegen häusliche Gewalt und Missbrauch. Sollten wir nun coronabedingt auf eine Sensibilisierung dieser Personen verzichten, täten wir dies zu einer Zeit, in der das Risiko häuslicher Gewaltdelikte signifikant ansteigt“, sagt der für Kriminalprävention in der Grafschaft Bentheim zuständige Kriminaloberkommissar Uwe van der Heiden vom Polizeikommissariat in Nordhorn.

Bereits seit 2018 führt die Polizei gemeinsam mit den Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales ein Projekt zur Sensibilisierung von Erzieherinnen und Erziehern in Sachen Häusliche Gewalt und Kindesmissbrauch durch. Doch aufgrund der andauernden Pandemie musste ein neues Konzept erarbeitet werden, um auch weiterhin dieses wichtige Fortbildungsangebot anzubieten. Insofern wurden alternative Wege bestritten, die unter strenger Berücksichtigung des schulischen Hygienekonzeptes den angehenden Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit boten, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Neben einem Inputvideo mit Uwe van der Heiden, besichtigten die Schüler die Wanderausstellung „Gegen Gewalt in Paarbeziehungen“. Schwerpunkt der vom niedersächsischen Landeskriminalamt koordinierten Ausstellung ist das Thema „Kinder misshandelter Mütter“. „Denn gerade Kinder, die in einem Klima häuslicher Gewalt aufwachsen, benötigen oftmals besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung ihrer Erzieherinnen und Erzieher“, erklärt Uwe van der Heiden.

„Der Nordhorner Polizei ist es gelungen, auch unter Coronabedingungen den Auszubildenden ein zusätzliches Bildungsangebot anzubieten, dass sie für eine gesellschaftlich leider immer noch hochrelevante Problemlage sensibilisiert und ihnen darüber hinaus Handlungsoptionen aufzeigt“, freut sich Jörg Siefker, Oberstudienrat an den Berufsbildenden Schulen Gesundheit und Soziales.

Blick in die Wanderausstellung „Gegen Gewalt in Paarbeziehungen“. Foto: Polizei

Blick in die Wanderausstellung „Gegen Gewalt in Paarbeziehungen“. Foto: Polizei