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14.07.2020, 15:12 Uhr

Polizei gibt Sicherheitstipps wegen Urlaubszeit

Gerade in der Urlaubszeit haben Einbrecher Hochkonjunktur. Die Polizei rät: „Lassen Sie Ihr Haus bewohnt aussehen, dass schreckt Einbrecher ab.“ Foto: Polizei Osnabrück

Gerade in der Urlaubszeit haben Einbrecher Hochkonjunktur. Die Polizei rät: „Lassen Sie Ihr Haus bewohnt aussehen, dass schreckt Einbrecher ab.“ Foto: Polizei Osnabrück

Osnabrück Am 16. Juli beginnen in Niedersachsen wieder die lang ersehnten Sommerferien. Auch wenn sich in Zeiten von Corona die Urlaubsbedingungen gravierend verändert haben, so machen sich nichtsdestotrotz viele Menschen auf in Richtung Küste und Co. Allerdings: Nicht nur Urlauber haben sich das Datum im Kalender notiert, auch für Einbrecher beginnt eine vielversprechende Zeit. Leerstehend wirkende Häuser und Wohnungen wecken Interesse und werden aufmerksam beobachtet und beispielsweise der Test an der Haustür, ob auf Klingeln oder Klopfen reagiert wird, entscheidet darüber, ob die Gelegenheit für einen Einbruch günstig ist.

2019 sank die Zahl der Einbrüche im Bereich der Polizeidirektion Osnabrück um rund 23 Prozent auf 1202 Fälle - der tiefste Stand der letzten 30 Jahre. In den letzten drei Jahren konnte die Zahl der Einbrüche sogar halbiert werden. Ebenfalls positiv ist der gestiegene Anteil der versuchten Einbrüche: 45 Prozent aller Einbrüche blieben 2019 im Versuchsstadium stecken. Oftmals reichen schon kleine Vorkehrungen, um Langfinger abzuschrecken, damit am Ende einer schönen Reise nicht das böse Erwachen kommt oder die Reise deswegen sogar abgebrochen werden muss.

Auch wenn der Urlaub mit Vorfreude erwartet wird und Bilder und Ziele mit Freunden geteilt werden sollen, gilt es, vorsichtig zu sein. „Seien Sie vorsichtig beim Posten von Urlaubsbildern und Informationen in sozialen Netzwerken. Denn nicht nur die echten Freunde können diese Nachrichten lesen, sondern auch potenzielle Einbrecher, die gerade Social Media zunehmend als Informationsquelle nutzen“, so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Wenn dennoch auf einen Urlaubsgruß per Facebook und Co. nicht verzichtet werden kann, so sollte zumindest ein sensibler Umgang mit persönlichen Informationen gewählt werden.

Außerdem sollten Schwachstellen am und im Haus ausfindig gemacht werden. Gerade Balkone beziehungsweise Terrassen oder auch Kellereingänge, die nicht für jedermann einsehbar sind, bieten eine gute Voraussetzung für kriminelle Handlungen. Damit Einbrecher erst gar nicht in die eigenen vier Wände eindringen können, sollten Mülltonnen, Gartenmöbel oder Leitern nicht in der Nähe von Fenstern und Balkonen stehen, um den Einstieg nicht noch zu erleichtern. Zusätzliche mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern führen zu einem höheren Kraftaufwand, wodurch ein Einbrecher schneller vom Objekt ablässt und sind deshalb eine gute Investition. Durch staatliche Förderungen werden Modernisierungsmaßnahmen rund um den Einbruchschutz bezuschusst. Auch Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend:

Programmierte Zeitschaltuhren, die die Räume mit Licht zur dunkleren Tageszeit erhellen sind ebenso nützlich, wie Beleuchtung an einbruchsgefährdeten Bereichen um das Haus herum, beispielsweise in Form von Bewegungsmeldern. Ein „wachsamer Nachbar“ gehört dabei immer noch zum effektivsten aktiven Einbruchschutz. Eine Vertrauensperson kann gebeten werden, Jalousien über Tag hochzuziehen und bei Nacht herunterzulassen oder auch den Briefkasten zu leeren. „Lassen Sie Ihr zu Hause bewohnt aussehen - das schreckt die Täter ab“, so Ellermann.

Gleichzeitig bittet die Polizei alle, ein besonderes Auge auf ihr Wohnumfeld zu haben. „Greifen Sie zum Telefonhörer, wenn sie Personen oder Fahrzeuge beobachten, die sich in der Nähe ihres Hauses oder in der Nachbarschaft aufhalten und sich verdächtig verhalten. Achten Sie auf unüblichen Lärm oder Geräusche und teilen Sie Ihre Hinweise über den Notruf 110 mit. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und benachrichtigen sofort Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt“, so Ellermann abschließend.

Weitere nützliche Tipps sind in diesem Zusammenhang auch auf der Präventionsseite des ProPK www.polizeiberatung.de und bei den Präventionsteams in den Polizeiinspektionen erhältlich.

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