27.04.2021, 13:55 Uhr

Polizei beendet große Verkehrskontrolle

Die Fahrzeughalter werden von den Beamten zu Verstößen gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen und zu fehlenden Sicherheitsabständen befragt. Foto: Konjer

Die Fahrzeughalter werden von den Beamten zu Verstößen gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen und zu fehlenden Sicherheitsabständen befragt. Foto: Konjer

Osnabrück Vom 19. bis 25. April stand die Überprüfung von Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand im Straßenverkehr im Fokus der Polizei. Rund 150 Beamte der Polizeidirektion Osnabrück kontrollierten vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln 20.556 Fahrzeuge.

Insgesamt wurden 1786 Verstöße festgestellt. Auf der BAB 31 Höhe Leer Nord fuhr ein Auto mit 164 Stundenkilometern bei erlaubten 100 Stundenkilometern. Genauso schnell war ein Fahrzeugführer auf der BAB 30 bei erlaubten 100 Stundenkilometern unterwegs. Im Landkreis Osnabrück fuhr ein Fahrzeugführer statt der erlaubten 70 Stundenkilometer satte 133 Stundenkilometer.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 51 bis 60 Stundenkilometern außerhalb geschlossener Ortschaften drohen 240 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte. Bei wiederholten Verstößen drohen sogar höhere Werte. Geschwindigkeitsüberschreitung von 61 bis 70 Stundenkilometern innerhalb geschlossener Ortschaften können mit 440 Euro Bußgeld, zwei Monaten Fahrverbot und zwei Punkten geahndet werden.

„Die Schwere der Verletzungen bei Verkehrsunfällen hängt unmittelbar mit der gefahrenen Geschwindigkeit zusammen. Besonders die gravierenden Geschwindigkeitsverstöße haben wir im Blick“, sagt Nadine Kluge-Gornig, eine Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück. „Raser und Drängler gefährden durch ihre aggressive Fahrweise ihre eigene Gesundheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer“. Die Polizei empfiehlt innerhalb geschlossener Ortschaften einen Abstand von 15 Metern bei 50 Stundenkilometern oder 3 Auto-Längen. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt als Anhaltspunkt „halber Tachostand“ bei guten Sicht- und Straßenverhältnissen, bei 100 Stundenkilometern also 50 Meter. Eine optische Unterstützung können die Leitpfosten bieten, deren Abstand 50 Meter (außerhalb geschlossener Ortschaften) beträgt.

Trotz aller Empfehlungen und Vorgaben sollten Fahrzeugführer jede Verkehrssituation individuell beurteilen und den Abstand zum Vorausfahrenden wie auch die Geschwindigkeit den unterschiedlichen Wetterlagen anpassen.

Die Kontrollwoche fand im sogenannten RoadPOL-Verbund statt. Dieser stellt den Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der EU dar. Durch gemeinsame Aktionen sollen die europaweit häufigsten Unfallursachen bekämpft werden. Weitere offene und verdeckte Kontrollaktionen finden regelmäßig unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen statt.

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