08.07.2021, 16:10 Uhr

Podiumsdiskussion zum Thema Wolf

Ein Tier, über das strittige Diskussionen nicht abreißen. Foto: Konjer

Ein Tier, über das strittige Diskussionen nicht abreißen. Foto: Konjer

Nordhorn Aktuell sind in Niedersachsen 36 Rudel und zwei Wolfspaare registriert, was eine Summe von zirka 350 Wölfen in Niedersachsen ausmacht. Mit Blick auf die Entwicklung der Population kann die Anzahl auf insgesamt zirka 450 bis 500 Tiere bis Ende des Jahres steigen.

„Was für den Artenschutz als erfreulich anzusehen ist, hat sich in den letzten Jahren zu einem massiven Problem nicht nur für die Weidetierhaltung, vielmehr für den gesamten ländlichen Raum entwickelt. In den Jahren 2019 und 2020 wurden hier in Niedersachsen über 1000 Weidetiere von Wölfen gerissen. Die stetig steigende Zahl von Nutztier-Rissen sorgt für erhebliche emotionale, als auch wirtschaftliche Schäden. Die vermehrten Begegnungen mit Wölfen auf Feldern, in Wäldern, aber auch in dörflichen Räumen lassen Verunsicherung und Ängste steigen“, heisst es dazu vom Landvolk als Vertretung der Landwirtschaft.. „Es geht Niedersachsens Weidetierhaltern nicht darum, den Wolf auszurotten. Wir fordern seit Beginn an ein eindeutiges Wolfsmanagement mit einer Obergrenze, die bei Erreichen den offiziellen Abschuss erlaubt. Das ist unser Bestreben, das wir kooperativ im Dialog mit allen Betroffenen erreichen wollen. Unser Aktionstag zeigt vor Ort, warum so eine Obergrenze nötig ist“, lädt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers stellvertretend im Namen der beteiligten Verbände und Organisationen ein. Ohne Begrenzung der Wolfspopulation habe die Weidetierhaltung keine Chance, sind Ehlers und Niedersachsens Weidetierhalter überzeugt.

Gemeinsam mit Wolfsberatern, Politikern und Weidetierhaltern wird landesweit auf den Weiden, an den Deichen oder im Schafstall diskutiert. In ganz Niedersachsen sollen noch bis zum 19. Juli Aktionen stattfinden, die zum gemeinsamen, landesweiten Dialog aufrufen.

Den Abschluss dieser Aktionsreihe bildet der Arbeitskreis Wolf Grafschaft Bentheim mit einer Podiumsdiskussion, an der sich auch das Landvolk, die Landfrauen, die Landjugend und der Landesschafzucht-Verband angeschlossen haben. Am Montag, 19. Juli, um 19 Uhr, wird zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Manz-Saal im Nino Hochbau in Nordhorn eingeladen. Gäste für den örtlichen Wahlkreis werden unter anderem die aktuellen Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann (CDU), Jens Beeck (FDP), Dr. Daniela de Ridder (SPD) und der Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen für den Bundestag, Everhard Hüseman, sein.

Alle interessierten Bürger sind willkommen.

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