01.10.2020, 16:40 Uhr

Pestalozzischule erhält Eingangsportal zurück

Vor dem wiederhergestellten Eingangsportal der Pestalozzischule trafen sich (von links): Ratsmitglied Rainer Heckert-van Remmerden, Stadtbaurat Thimo Weitemeier, Schulleiterin Daniela Esch, Luisa Bolk vom Hochbauamt der Stadt Nordhorn, Stadträtin Marlies Schomakers, Jan Grzybek vom Hochbauamt der Stadt Nordhorn, Ratsmitglied Rita Raaz und Bürgermeister Thomas Berling. Foto: Stadt Nordhorn

Vor dem wiederhergestellten Eingangsportal der Pestalozzischule trafen sich (von links): Ratsmitglied Rainer Heckert-van Remmerden, Stadtbaurat Thimo Weitemeier, Schulleiterin Daniela Esch, Luisa Bolk vom Hochbauamt der Stadt Nordhorn, Stadträtin Marlies Schomakers, Jan Grzybek vom Hochbauamt der Stadt Nordhorn, Ratsmitglied Rita Raaz und Bürgermeister Thomas Berling. Foto: Stadt Nordhorn

Nordhorn An der Pestalozzischule im Nordhorner Stadtteil Bookholt hat die Stadt Nordhorn die Barrierefreiheit verbessert. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wurden ein Eingangsportal und die ursprüngliche Fassadengestaltung weitgehend wieder hergestellt.

„Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Barrierefreiheit verschönern das Stadtbild“, fasste Stadtbaurat Thimo Weitemeier das Ergebnis der Umbauarbeiten zusammen. Bei einem Begehungstermin mit Bürgermeister Thomas Berling, Schulleiterin Daniela Esch sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Rat und Verwaltung machte er sich vor Ort ein Bild der kürzlich abgeschlossenen Baumaßnahmen.

Weil zum neuen Schuljahr ein Kind mit Gehbehinderung an der Pestalozzischule eingeschult werden sollte, hatte die Stadt Nordhorn sich für die Sommerferien die barrierefreie Ausstattung des Gebäudes vorgenommen. „Unser Ziel war es, alle relevanten Bereiche des Gebäudes so erreichbar zu machen, dass auch Kinder im Rollstuhl ohne fremde Hilfe überall hinkommen“, erläuterte Luisa Bolk vom städtischen Hochbauamt. Man habe außerdem gleich mehrere notwendige Maßnahmen kombinieren können. So sei ohnehin ein neues Fluchtwegekonzept für das Gebäude notwendig gewesen, ebenso eine Fenster- und Fassadensanierung sowie Maßnahmen im Bereich der Fahrradständer.Anhand alter Unterlagen habe sich gezeigt, dass der ursprüngliche, zur Straße hin gelegene Haupteingang offenbar größeren Renovierungsarbeiten in den 1970er Jahren zum Opfer gefallen war. „Wir haben uns jetzt am Fassadenbild von 1949 orientiert und dieses Eingangsportal wiederhergestellt, ergänzt um eine barrierefreie Rampe“, so Bolk. Die neue Tür am alten Platz lässt sich nun einerseits als zusätzlicher Fluchtweg von innen öffnen, andererseits kann sie von außen bei Bedarf mit einem Transponder automatisch geöffnet werden. „Das Bedienfeld haben wir in einer niedrigen Säule integriert, sodass es auch von Kindern im Rollstuhl erreicht werden kann“, erläuterte Bolk. Auch die übrigen Eingänge des Gebäudes und eine Klassenraumtür lassen sich nun mit dem gleichen Transponderchip öffnen. Eine der Toilettentüren schwingt jetzt bei Bedarf ebenfalls automatisch auf.

An einer Treppe im Inneren des Gebäudes wurde ein Rollstuhl-Schrägaufzug verbaut. So können die unterschiedlichen Ebenen auch ohne Umweg über den Schulhof erreicht werden. Eine lange Rampe im Klassenraum ermöglicht den barrierefreien Zugang zum dahinter gelegenen Mensa-Bereich. Außerdem wurde der hintere Fußweg zum Schulgelände von der Lilienthalstraße aus barrierearm umgebaut und mit Leiteinrichtungen für Blinde ausgerüstet. Nicht zuletzt wurden die ebenfalls in den 1970er Jahren verbauten 19 Kunststofffenster an der Frontseite gegen moderne Fenster mit Holzrahmen ersetzt und die Fassade neu gestrichen.

Bürgermeister Thomas Berling zeigte sich vom Ergebnis begeistert: „Als ich hier vor 47 Jahren eingeschult wurde, gab es den Eingang leider schon nicht mehr“, erinnerte er sich. Jetzt sehe es dank der hervorragenden Arbeit der Verwaltung und der beteiligten Bauunternehmen so aus, als sei das Portal niemals weg gewesen: „So schön hat dieses stadtbildprägende Gebäude lange nicht mehr ausgesehen“, befand er. Dieser Einschätzung schloss sich auch die für Schulen zuständige Stadträtin Marlies Schomakers an. Die Entscheidung, die Astrid Lindgren-Schule an einen anderen Standort zu verlagern und der Pestalozzischule so die Möglichkeit zur Entwicklung zu geben, habe sich als der richtige Weg erwiesen. Der Standort erfahre im Schulbezirk Nord eine ganz neue Wahrnehmung: „Er hat deutlichen Aufwind bekommen, mit den jetzt durchgeführten Maßnahmen setzt sich das perfekt fort.“ Schulleiterin Daniela Esch lobte neben dem tollen Ergebnis auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Nordhorn: „Es war für uns völlig unkompliziert und wir konnten den Unterricht praktisch störungsfrei fortsetzen.“

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