11.05.2022, 12:10 Uhr

Otto-Pankok-Museum lässt das Kulturleben wieder erblühen

Zum „kleinsten Festival der Welt“ hatte das Otto-Pankok-Museum am 7. Mai seine Türen geöffnet. Für die Besucher war ein buntes Kulturprogramm mit interessanten Mitmachaktionen und bester musikalischer Unterhaltung vorbereitet worden. Foto: Baumann

Zum „kleinsten Festival der Welt“ hatte das Otto-Pankok-Museum am 7. Mai seine Türen geöffnet. Für die Besucher war ein buntes Kulturprogramm mit interessanten Mitmachaktionen und bester musikalischer Unterhaltung vorbereitet worden. Foto: Baumann

Gildehaus Mehr als 100 Besucher hatten sich am 7. Mai im Otto-Pankok-Museum in Gildehaus eingefunden – „OH OPM“ war der Titel der kulturellen Veranstaltung, die den kessen Zusatz „Das kleinste Festival der Welt“ trug.

Im Herbst 2021 konnte das Otto-Pankok-Museum sein 25-jähriges Bestehen aufgrund der Pandemielage nur in kleinem Kreis mit einigen angemeldeten Mitgliedern und wenigen offiziellen Gästen ohne Rahmenprogramm feiern. Nun durften endlich alle Interessierten für einen Nachmittag mit buntem Kulturprogramm und bei freiem Eintritt wieder ins Museum kommen. „Das vielseitige Angebot passte zum Titel der aktuellen Kunstausstellung ,erblühen‘, denn damit ist unter anderem auch das Wiederaufleben des Kulturlebens gemeint“, erklärt Birgit Baumann vom Otto-Pankok-Museum. Die Bereiche Musik, Literatur und Film luden zum Anschauen und Zuhören ein. Des Weiteren hatten die Besucher die Möglichkeit, sich selbst künstlerisch zu betätigen oder bei einem Quiz mit ungewöhnlichen Fragen zum Thema „Grafschafter Kulturleben“ exklusive Kunstdrucke von Hans Ohlms zu gewinnen.

Maren Wittenhaus und Gerd Maurer, bekannt als Jazz-Duo „Mizzi & Moon“, zeichneten für die musikalische Untermalung des „kleinsten Festivals der Welt“ im Otto-Pankok-Museum verantwortlich. Foto: Baumann

Maren Wittenhaus und Gerd Maurer, bekannt als Jazz-Duo „Mizzi & Moon“, zeichneten für die musikalische Untermalung des „kleinsten Festivals der Welt“ im Otto-Pankok-Museum verantwortlich. Foto: Baumann

Musikalisch sorgten das Jazz-Duo „Mizzi & Moon“, bestehend aus Maren Wittenhaus und Gerd Maurer, sowie Arnaldo Lopez an der Gitarre und Heino Sluet mit seiner Mundharmonika im großen Raum für viele Zuhörer.

Auch Arnaldo Lopez und Heino Sluet (von links) sorgten mit ihren Musikbeiträgen für kurzweilige Unterhaltung der Museumsbesucher. Foto: Baumann

Auch Arnaldo Lopez und Heino Sluet (von links) sorgten mit ihren Musikbeiträgen für kurzweilige Unterhaltung der Museumsbesucher. Foto: Baumann

Die halbstündige Lesung von Gedichten der fast vergessenen Grafschafter Poetin und Wandervogel-Anhängerin Erika Lichte ergänzten kleine musikalische Zwischenspiele aus neu arrangierten Volksliedern – und das Publikum sang mit. Im mittleren Raum und am Stand vor dem Museum wurden die Besucher ermutigt, sich gegenseitig zu porträtieren. Am Tisch gab es die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung aus Origamipapier einen Kranich zu falten. „Hier ging es um mehr als das reine Basteln, denn dem Vogel kommt in Japan eine besondere Bedeutung zu: Kraniche stehen unter anderem für Frieden und Solidarität mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft – ein gedanklicher Brückenschlag zum humanistischen Geist Otto Pankoks und zur derzeitigen Kriegssituation“, erläutert Birgit Baumann den Hintergrund dieser Mitmachaktion. Im kleinen „grünen“ Raum wurden zur filmgeschichtlichen Unterhaltung der Gäste kurze Kintopp-Filme vorgeführt, eine Bildpräsentation zum Werk von Hans Ohlms zeigte das Schaffen des bislang wenig beachteten Grafschafter Künstlers. Die Lesung eines modernen Märchens und eine musikalische Klangweltreise mit kurzen Erläuterungen zu Instrumenten verschiedener Kulturen rundeten den Nachmittag ab. Viele rege Gespräche fanden auch am Getränkestand oder in der Pankok-Dauerausstellung im oberen Stockwerk statt.

Bei einer kleinen Bastelaktion konnten die Gäste Kraniche aus Origamipapier falten – und damit angesichts der gegenwärtigen Kriegssituation ein Zeichen setzen für Frieden und Solidarität. Foto: Baumann

Bei einer kleinen Bastelaktion konnten die Gäste Kraniche aus Origamipapier falten – und damit angesichts der gegenwärtigen Kriegssituation ein Zeichen setzen für Frieden und Solidarität. Foto: Baumann

Auch wenn derzeit Kulturveranstaltungen aller Art noch unter Besuchermangel leiden und frühere Stammgäste, wie die Organisatoren beobachteten, eher zaghaft wieder Konzertsäle, Theater oder Museen aufsuchen, zeigt sich der Vorstand des Otto-Pankok-Museums mehr als zufrieden mit Anzahl und Reaktion der Gäste: „Nicht wenige Besucher wünschten sich beim Abschied eine Wiederholung im kommenden Jahr“.