01.10.2019, 12:00 Uhr

Orgelkonzert in der St. Bonifatiuskirche Lingen

Der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing spielt am 5. Oktober in der Lingener Bonifatiuskirche.

Domorganist Sebastian Küchler-Blessing. Foto: Christian Weißkirchen

Domorganist Sebastian Küchler-Blessing. Foto: Christian Weißkirchen

Lingen „Phantastisch“ wird es am kommenden Samstag, 5. Oktober, in der Lingener Bonifatiuskirche. Dann gibt der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing (32) ein spektakuläres Orgelkonzert im Rahmen der emslandweiten „Phantasticus“- Konzertreihe an der großen Fischer & Krämer - Orgel.

Küchler-Blessing ist seit 2014 Essener Domorganist und verantwortlich für die Orgelmusik in Liturgie und Konzert an der Kathedralkirche des Ruhrbistums. Konzerte führten ihn bereits bis nach Doha und Perm, in die großen Kathedralen und Konzerthäuser, so unter anderem wiederholt in die Elbphilharmonie, ins Konzerthaus Berlin und ins KKL Luzern. Sebastian Küchler-Blessing gastiert regelmäßig bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Leipziger Bachfest, der Bachwoche Ansbach, dem Rheingau Musik Festival und dem Schleswig-Holstein-Musikfestival.

Aus zahlreichen nationalen wie internationalen Orgelwettbewerben ging er als Preisträger hervor und wurde sowohl für seine Interpretationen wie auch seine Improvisationen ausgezeichnet. So ist Küchler-Blessing z.B. Preisträger des internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig, gewann den Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis und ging 2011 als Sieger aus dem Orgelwettbewerb der Internationalen Orgelwoche in Nürnberg hervor.

Thematisch orientiert sich das Lingener Konzert Küchler-Blessings an einer ganz besonderen Form der Orgelmusik: der Toccata. So wird das Konzertprogramm zu einem Streifzug durch die Entwicklungsgeschichte dieser hochvirtuosen Gattung. Der eigentliche Titel des Konzerts „Auff Toccata Manier“ leitet sich dabei von einem selten zu hörenden Werk ab: die Bezeichnung findet sich als Überschrift für die letzte Variation des 1627 erschienenen Werks „Tabulatur Buch darinnen Daß Vatter unser“ des frühbarocken Komponisten Johann Ulrich Steigleder.

Neben diesem Stück stehen mit der Toccata in d (BuxWV 155) des norddeutschen Komponisten Dietrich Buxtehude und einer Elevationstoccata von Girolamo Frescobaldi noch weitere Toccaten aus dem 17. Jahrhundert auf dem Programm. Darüber hinaus werden zwei Schwergewichte des Orgelmusikrepertoires erklingen: die berühmte Toccata und Fuge in d-moll (BWV 565) von Johann Sebastian Bach sowie die Toccata aus der 5. Orgelsymphonie des französischen Organisten und Komponisten Charles-Marie Widor. Außerdem wird Küchler-Blessing eine Kostprobe seiner Improvisationskunst geben, wenn er im Verlaufe des Abends über zwei kurz zuvor ausgesuchte Themen spontan improvisieren wird.

Dies alles werden die Konzertbesucher*innen erstmals bei einem Orgelkonzert in St. Bonifatius nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen bekommen. Durch eine Videoübertragung auf eine sich im Altarraum befindende Leinwand kann man dem Konzertorganisten „auf die Finger schauen“ und bekommt so einen Eindruck von den komplexen Vorgängen am Orgelspieltisch während des Konzertes.

Möglich wurde das Konzert durch die Unterstützung im Rahmen des Förderprogramms „Hoch empor. Orgeln in Niedersachsen“, einer gemeinsamen Initiative der Musikland Niedersachsen gGmbH und des Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur anlässlich des Arp Schnitger-Jubiläumsjahrs 2019.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse zum Preis von 10 Euro. Für Schüler, Studenten und Arbeitslose ist der Eintritt frei!

Mehr Details zum Konzert und zur emslandweiten Konzertreihe auf www.phantasticus-2019.de.

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