01.07.2021, 12:20 Uhr

Offene Jugendarbeit soll gestärkt werden

Henrike Hoegen vom Jugendhaus@21, Ann-Christin Ströing vom Jugendzentrum Gleis1 und Tom Wolf vom Jugendzentrum Komplex sind an der Kampagne beteiligt. Foto: privat

Henrike Hoegen vom Jugendhaus@21, Ann-Christin Ströing vom Jugendzentrum Gleis1 und Tom Wolf vom Jugendzentrum Komplex sind an der Kampagne beteiligt. Foto: privat

Schüttorf/Emlichheim/Neuenhaus Aus der Grafschaft Bentheim starteten das Jugend- und Kulturzentrum Gleis 1 aus Neuenhaus, das Jugendhaus@21 aus Emlichheim und das Jugend- und Kulturzentrum Komplex aus Schüttorf am 28. Juni gemeinsam mit weiteren Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Jugendwerks Niedersachsen eine landesweite Kampagne zur Stärkung der Offenen Jugendarbeit. „Wir wollen die Offene Jugendarbeit wieder mehr in den öffentlichen Fokus rücken, ihre Sichtbarkeit erhöhen und für eine gute und verlässliche Finanzierung werben“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Zu den Beteiligten

Das Jugendhaus@21 befindet sich am Bremarkt 21 im Herzen von Emlichheim und bietet einen Treffpunkt für die unterschiedlichsten Menschen. Ob alt oder jung, reich oder arm, mit Migrationshintergrund oder aus der Gegend, hier trifft sich jeder und ist willkommen. Das Jugendhaus@21 steht für Vielfalt, Toleranz, Offenheit und Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit. Es bietet ein großes Angebot an Unterhaltung inklusive einer Spielekonsole, einem Spiele-PC, Laptops, Tablets, einer VR-Brille sowie einer großen Auswahl an Outdoor- und Gesellschaftsspielen und vielem mehr. „Wir machen bei der Kampagne mit, weil es uns wichtig ist, dass wieder mehr an die Jugendarbeit gedacht wird. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft, in die wir investieren müssen und das ist uns ein Herzensanliegen“, sagt Beate Sleefenboom von der Leitung des Jugendhauses@21

Im Jugend- und Kulturzentrum Gleis 1, zukünftig SKA in Neuenhaus, laufen gerade die Vorbereitungen und Planungen für den monumentalen Neustart in dem neuen Gebäude so richtig an: Egal ob Konzerte, Theater, Workshops oder einfach gemeinsam Kickern, Billard spielen oder chillen – die Mitarbeiter freuen sich darauf, so richtig loszulegen. „Bei der Kampagne zur Stärkung der offenen Jugendarbeit wirken wir mit, weil wir gemeinsam mehr für die Jugend erreichen können. Der Austausch und die gegenseitige Unterstützung in der Jugendarbeit helfen, unsere Projekte noch wirksamer zu machen“, sagt Ann-Christin Ströing, Mitarbeiterin Jugend- und Kulturzentrums Neuenhaus Gleis 1

Auch das Jugend- und Kulturzentrum Komplex in Schüttorf unterstützt die Kampagne. Bereits während der Pandemie wurden kreative Online- und Offline-Angebote geschaffen. Nun stehen viele neue und altbekannte Freizeitmöglichkeiten in der Einrichtung wieder zur Verfügung. „Vor allem in Zeiten der Pandemie ist die Wichtigkeit der Jugendarbeit stärker in den Vordergrund gerückt worden. Durch Corona ging viel Beziehungsarbeit verloren, welche nun neu aufgebaut werden muss. Besonders jetzt ist die Zeit zu handeln, um nachhaltig und langfristig Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu fördern. Die Kampagne macht auf die wichtige Jugendarbeit aufmerksam. Das unterstützen wir gerne“, sagt Tom Wolf, Leiter des Komplex.

Die Projektgruppe „Kampagne zur Stärkung der Offenen Jugendarbeit“ hat ein Jahr an dieser Kampagne gearbeitet und geht jetzt damit an die Öffentlichkeit. „Wir lassen die Jugend sprechen – zuhören müsst ihr!“ heißt es in dem eigens produzierten Jingle, das sich mit dieser Forderung an die Politik wendet und schon bald in den Medien zu hören sein wird. Mit dem Hauptslogan „Jugendarbeit ist BÄM“ (Begegnen, Ärmel Hoch, Mitbestimmen) richtet sich die Kampagne neben der Politik direkt an Jugendliche und an potenzielle Fachkräfte. „Kinder- und Jugendarbeit ist eine Investition in die Zukunft. Fairness, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und das Wissen mit seinem Handeln etwas bewirken zu können, sind Eigenschaften, die wir in der Jugendarbeit fördern. Hierzu ist die finanzielle Stärkung notwendig, um entsprechende Angebote zu schaffen, die unsere Zielgruppe zeitgemäß und lebendig anspricht. Gerade jetzt ist es von großer Bedeutung, dass die Offene Jugendarbeit „mitgedacht“ wird, nachdem sie lange Zeit eher im Hintergrund lag. Einsparungen, die im Zuge der Pandemie notwendig sein werden, dürfen nicht auf Kosten der Jugendlichen gehen, die sehr unter den Maßnahmen und Entwicklungen gelitten haben und zudem lange Zeit vergessen wurden“, heißt es vonseiten des Paritätischen Jugendwerks. Regelmäßige Posts auf dem hierfür eingerichteten Instagram-Account (@kampagne_offene_jugendarbeit) werden über den Verlauf dieser Kampagne informieren.

Weitere Informationen: Paritätisches Jugendwerk Niedersachsen, 38300 Wolfenbüttel, Rosenwall 1, Telefon 05331 90546-40, Fax 05331 90546-11, Ansprechpartnerin Natascha Julika Samp, E-Mail natascha.samp@paritaetischer.de, Internet www.paritaetisches-jugendwerk.de.

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