21.03.2019, 07:00 Uhr

Öffentliche Podiumsdiskussion über Nordhorns Kulturpolitik

Bürgermeisterkandidaten stellen sich am 28. März in der Rampe (direkt gegenüber der Kornmühle am Mühlendamm) den Bürgern. Die Veranstaltung ist für jedermann zugänglich.

Auch die Theaterwerkstatt Nordhorn wird Thema der Podiumsdiskussion sein. Foto: Konjer

Auch die Theaterwerkstatt Nordhorn wird Thema der Podiumsdiskussion sein. Foto: Konjer

Nordhorn Eine oft unterschätzter und vielfach unverstandener Faktor bei der Betrachtung einer Gesellschaft ist die Kultur. Sie wird von nicht wenigen als zu anstrengend empfunden, als störend oder auch als unnütz. Dabei genügen ein paar Blicke in die Geschichte der Geisteswissenschaften, um zu zeigen, welch entscheidendes Element die Kultur bei der Weiterentwicklung einer Gesellschaft spielt.

Im 17. und 18. Jahrhundert wird unter dem Begriff Kultur etwas verstanden, was der Mensch „sowohl der Umwelt als auch seiner eigenen Entwicklung dem natürlichen Zustand hinzufügt und wodurch er zur Vervollkommnung seiner selbst gelangt.“ Der Philosoph Immanuel Kant sieht den Menschen und die Kultur als Endzweck der Natur, und für den „Anthropologen Edward Taylor ist „Cultur oder Civilisation im weitesten ethnographischen Sinn jener Inbegriff von Wissen, Glauben, Kunst, Moral, Gesetz, Sitte und alle übrigen Fähigkeiten und Gewohnheiten, welche der Mensch als Glied der Gesellschaft sich angeeignet hat.“

Um die Bedeutung der Kultur auch in der heutigen Zeit zu betonen, lädt die Theaterwerkstatt Nordhorn am Donnerstag, 28. März, 19 Uhr, zu einer Podiumsdiskussion in die Rampe (direkt gegenüber der Kornmühle) am Mühlendamm ein. Thema ist die Kulturpolitik in Nordhorn. Auf dem Podium stellen sich die Bürgermeisterkandidaten Thomas Berling (SPD), André Mülstegen (CDU) und Christoph Meier (unabhängig) der Diskussion. Die Veranstaltung ist öffentlich. Nähere Informationen: www.nordhorn-theaterwerkstatt.de

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