02.11.2021, 09:15 Uhr

Obergrafschafter Landfrauenvereine feiern Ernte Dank-Fest

Organisator der Erntedankfeier war der Vorstand der Landfrauen Isterberg mit (von links) Magret Weusmann, Maria Rustige- Vorbrock, Heike Deters, (unten von links) Sigrid Bergjan, Kristina Plöns und Elke Horstmeier. Foto: VEL

Organisator der Erntedankfeier war der Vorstand der Landfrauen Isterberg mit (von links) Magret Weusmann, Maria Rustige- Vorbrock, Heike Deters, (unten von links) Sigrid Bergjan, Kristina Plöns und Elke Horstmeier. Foto: VEL

Samern In einer Erntedankfeier in der Gaststätte Rielmann in Samern kamen die Landfrauenvereine aus der Obergrafschaft zusammen.

Elke Horstmeier, 1. Vorsitzende der Landfrauen Isterberg, ist erfreut, dass fast 75 Frauen aus den verschiedenen Vereinen der Einladung gefolgt sind und sie sich zur ersten öffentlichen Veranstaltung nach Corona wiedersehen können. „Die aktuelle Lage der Landwirtschaft ist kräftezehrend, die Preise katastrophal. Trotzdem vergessen wir das Danken nicht. Traditionelle Feste wie Erntedank sind wichtig für die Gemeinschaft. Dafür stehen wir als Landfrauen, ebenso wie unsere Landwirte. Aus diesem Grund bitten wir heute um eine Geldspende für die Arbeit der Landfrauen in Ahrweiler, die in vielfältiger Weise die vom Hochwasser geschädigten Menschen unterstützt“, berichtet die Landfrau.

Als Gast begrüßt sie Dr. Stephanie van de Loo, römisch-katholische Moderatorin beim Kloster Frenswegen. Die Moderatorin hält den anwesenden Frauen einen Vortrag zum Thema „Ja, Und. Statt Ja, Aber. Vom Improvisieren, Ernten und Neu Beginnen“. Mit lebendigen Übungen zeigte sie den Frauen, wie der Vortrag auch auf die alltägliche Lebenssituation übertragen werden kann. „Mal etwas von der anderen Seite betrachten, mit anderen Augen sehen, kann helfen schwierige Situationen und Umstände im Leben, Beruf und Familie zu ändern beziehungsweise neu zu gestalten“, ist die Moderatorin überzeugt. Durch den lebendigen Mitmachvortrag gab es rege Gespräche und freudige Gesichter.

„Das tat gut nach dieser langen, corona-bedingten Zwangspause der sozialen Kontakte“, sind sich die Frauen einig. „Schon ist es wieder soweit, wir lassen den Sommer hinter uns, die Blätter an den Bäumen verfärben sich und fallen zum Teil schon zu Boden. Schöne, leuchtende Farben lassen ein buntes Farbenspiel zu“, beginnt Johanne Kampert, 1. Vorsitzende der Kreislandfrauen Grafschaft Bentheim, ihre Grußworte an die Mitglieder. Sie berichtet, dass die Landfrauen mit verschiedenen Projekten in die Schulen gehen, um Schülern ein Basiswissen über Lebensmittelentstehung und Verarbeitung in Theorie und Praxis zu vermitteln. So würden sie zum Beispiel mit den Projekten „Kochen mit Kindern“ und „Lebensmittel verwenden statt verschwenden“ ein Augenmerk auf Grundwissen, wie beispielsweise den Unterschied zwischen Obst und Gemüse legen. Geplant ist auch ein Projekt, an dem Alltagskompetenzen vermittelt werden. Zudem starten die Landfrauen in diesem Jahr mit zwei neuen Schulprojekten: beim „Gärtnern mit Kindern“ sollen die Schüler etwas über Anbau und Ernte von heimischen Lebensmitteln erfahren. Bei der Landwirtschaft AG an Grundschulen sollen sie Zusammenhänge zwischen der Entstehung von Lebensmitteln auf landwirtschaftlichen Betrieben und dem anschließenden Zubereiten erfahren.

Den Abschluss des Nachmittags gestaltete die Sängerin Laura Küpker, die einige gefühlvolle Lieder sang und viel Applaus bekam.