18.06.2021, 13:40 Uhr

Notinsel-App soll Schutz für Kinder verbessern

Natalia Grinke vom Kinder- und Jugendschutz der Stadt Lingen, Kriminalhauptkommissarin Hiltrud Frese, Beauftragte für Jugendsachen vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, und Marion Schäfer von Schäfers Brotstube werben für das Projekt. Foto: Polizei

Natalia Grinke vom Kinder- und Jugendschutz der Stadt Lingen, Kriminalhauptkommissarin Hiltrud Frese, Beauftragte für Jugendsachen vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, und Marion Schäfer von Schäfers Brotstube werben für das Projekt. Foto: Polizei

Lingen Seit 2002 steht das Kinderschutzprojekt Notinsel bundesweit für den Schutz von Kindern und die Gestaltung der sicheren Wege zur Schule oder nach Hause. Auch die Stadt Lingen ist bereits seit 2008 Notinsel-Standort und damit Teil des größten Kinderschutzprojektes im öffentlichen Raum in Deutschland.

Nun wurde das Projekt um eine App erweitert, die Kinder ab sofort nutzen können um damit noch sicherer in Lingen unterwegs sein zu können. Die Notinsel-App ist bereits in den APP-Stores kostenlos erhältlich. Mit der App können Kinder bis zu zehn eigens hinterlegte Telefonnummern direkt anrufen. Auch die Polizei kann mit zwei Klicks angerufen werden. Die Kinder sehen bei Verwendung der App in ihrem direkten Umkreis von 2,5 Kilometern die nächsten Notinseln und können sich sogar dahin navigieren. Auch weitere Informationen wie die Anschrift der Notinsel-Geschäfte können abgerufen werden. Zudem können die Nutzer der App sogenannte „Privatinseln“ hinterlegen, wie beispielsweise das Elternhaus, das Haus der Oma oder des besten Freundes.

„Mit den Anlaufstellen setzten wir ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz. Zudem haben die Notinseln einen präventiven Charakter. Das Projekt richtet die Aufmerksamkeit auf die Jüngsten unserer Gesellschaft und unterstützt sie in ihrer Selbstwirksamkeit“, sagt Natalia Grinke vom Kinder- und Jugendschutz der Stadt Lingen. Mit dem Aufkleber an der Eingangstür sind die Notinsel-Geschäfte in Lingen direkt erkennbar.

„Darüber hinaus werden die Partnergeschäfte in den nächsten Tagen mit einem Zusatzaufkleber mit QR-Code ausgestattet, der neben dem eigentlichen Notinsel-Aufkleber im Eingangsbereich angebracht wird. Mithilfe des QR-Codes können die Passanten und Kunden direkt zur Webseite www.notinsel.de und damit auch zum aktuellem Standort sowie zu weiteren Standorten im Umkreis von bis zu 2,5 km Entfernung gelangen“, erklärt Kriminalhauptkommissarin Hiltrud Frese, Beauftragte für Jugendsachen vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim.

„Mit der Teilnahme am Projekt Notinsel und dem Anbringen des neuen QR-Code Aufklebers verdeutlichen wir unsere Haltung zum Kinderschutz. Wir sind selbstverständlich eine Anlaufstelle für Kinder in Notsituationen“, so Geschäftsführerin Marion Schäfer von Schäfers Brotstube. Der Bäcker gehörte zu einem der ersten Notinsel-Partnern in Lingen und rüstet nun auch weitere Bäckereien zu Notinsel-Standorten aus.

Für Rückfragen und weitere Informationen, um Notinsel-Partner zu werden, stehen Hiltrud Frese per E-Mail an hiltrud.frese@polizei.niedersachsen.de und per Telefon unter 0591 87-209 sowie Nicole Grinke per E-Mail an n.grinke@lingen.de und per Telefon unter 0591 9124511 zur Verfügung.

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