Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
23.04.2019, 12:00 Uhr

Nordhorns Textilsaga „Goodbye Klein-Amerika“ geht weiter

Nachdem im Januar 2019 rund 3500 Besucher die Neuinszenierung des historischen Niedergangs der einst international bedeutenden Textilindustrie erlebten, schlägt das Musiktheater nun mit einer Fortsetzung den Bogen von der Stunde Null bis in die Gegenwart.

Ein großer Erfolg für das Ensemble waren die Aufführungen im Januar dieses Jahres.  Foto: privat

Ein großer Erfolg für das Ensemble waren die Aufführungen im Januar dieses Jahres. Foto: privat

Die Uraufführung des Musicals „Goodbye Klein Amerika II“ ist am Sonnabend, 18. Januar 2020, im Kulturzentrum Alte Weberei. In der Folge stehen fünf weitere Aufführungen auf dem Spielplan sowie eine Vorstellung im Rahmen des Theater-Abonnements der Stadt Nordhorn.

Der zweite und abschließende Teil verhandelt im Erfolgsgenre des Musicals die erstaunliche Erfolgsstory der Stadt, die weitgehend aus eigener Kraft ihre wirtschaftliche Strukturkrise meistert, sich den Herausforderungen der Globalisierung stellt und es zu ungeahnter neuer Blüte bringt.

„Die Nordhorner Geschichte wartet darauf, nach dem Ende der Textilära weiter und bis in die Gegenwart zu Ende erzählt zu werden“, sagt Autor und Komponist Thomas Kriegisch zu seiner künstlerisch freien Bühnenerzählung mit viel Musik und Tanz: „Es ist die Geschichte der Stadt, die sich letztlich selbst den Weg aus der Krise weist. Es ist die Geschichte von Menschen, die auf ihre eigenen Stärken besinnen, nach dem tiefen Sturz wieder aufrappeln und auf den Weg machen, um ihre Zukunft selber zu gestalten.“

Das alles spielt vor einer Musical-Geschichte im genretypischen Spannungsfeld der großen wie abgrundtiefen Gefühle, befeuert von einer atmosphärisch stimmungsvollen, an Rock und Pop orientierten Musik in Ohrwurmqualität. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie dem gescheiterten Textilerben Robert van Arnheim und dem schönen wie hinterlistigen Biest Christy Ladrett: Ihr Kampf ist längst nicht beendet, alte Rechnungen sind noch offen. Doch die neue Zeit schafft ihre ganz eigenen Herausforderungen, überraschende Wendungen und neue Helden, die vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen in das Rampenlicht treten und die Zukunft der Stadt wie ihr persönliches Schicksal verhandeln.

Auf die Bühne gebracht wird die Aufführung vom rund 40 Darsteller und Tänzer starken Erfolgsensemble des ersten Teils sowie einigen neue Akteuren. Auch im zweiten Teil setzt die Produktion auf die erfolgreiche Zusammenarbeit und das kreative Know How des bewährten Leitungsteams: Die Regie liegt wieder in den Händen Nils Hanraets, Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) Lingen (Regieassistenz: Laurenz Bäthke). Die musikalische Leitung der Live-Band und die Arrangements übernimmt erneut Ivo Weijmans, stellvertretender Chef der Musikschule Nordhorn und künstlerischer Leiter der „Sinfonic Rocknight“. Das Bühnenbild gestaltet der Künstler Ansgar Silies. Die Choreographie kommt von TPZ-Fachbereichsleiterin Irina Kempel. Die Produktionsleitung liegt wieder in den Händen von Werner Straukamp (Marketing) und in allen technischen und organisatorischen Fragen ergänzend bei Manuel Evers, Geschäftsführer des Kulturzentrums Alte Weberei.

Kooperationspartner sind bei „Goodbye Klein-Amerika II“ wieder das TPZ, die Musikschule der Stadt Nordhorn, das Kulturreferat Stadt Nordhorn, das Kulturzentrum Alte Weberei und der Förderverein Kulturzentrum Alte Weberei als Träger der Musicalproduktion. Auch die Fortsetzung der Großproduktion „Goodbye Kein-Amerika“ ist nur durch die Unterstützung von Sponsoren möglich: Maßgeblich gefördert wird das Musical-Projekt wieder von der Grafschafter Sparkassenstiftung als Hauptsponsor, der Stadt Nordhorn und der Emsländischen Landschaft (angefragt).

Ems-Vechte