05.02.2020, 12:59 Uhr

Nordhorns Storchendame „Oma“ ist nicht mehr alleine

Wieder ein paar Tage früher als in den vergangenen Jahren klappert das erste Storchenpaar im Familienzoo der Kreisstadt. Offensichtlich hat die anhaltende milde Witterung bereits die ersten Vögel zur Heimkehr in ihr Nordhorner Nest bewogen.

Im Storchennest des Nordhorner Tierpark klappert es seit einigen Tagen wieder – Akustische Anzeichen für den nahenden Frühling. Foto: Franz Frieling

Im Storchennest des Nordhorner Tierpark klappert es seit einigen Tagen wieder – Akustische Anzeichen für den nahenden Frühling. Foto: Franz Frieling

Nordhorn Die im Winter fest auf dem Vechtehof im Tierpark ansässige Storchendame „Oma“ ist auf alle Fälle nicht mehr alleine, sondern hat wieder ein Männchen an ihrer Seite. Zwischendurch begutachten sie die Nester in der näheren Umgebung und „stehlen“ dort mitunter Stöckchen zur Aufbesserung des eigenen Heimes. Meistens sitzen sie jedoch in trauter Zweisamkeit auf „ihrem“ Horst auf dem historischen Stallgebäude. Gespannt sein darf man wieder, gegen wie viele andere Wildstörche die beiden ihr Nest in diesem Jahr verteidigen müssen! Speziell in den letzten Jahren stieg die Anzahl der im Familienzoo brütenden Wildstörche immens an. Während es im Jahr 2014 gerade einmal 6 Brutpaare waren, konnten im vergangenen Jahr alleine im

Familienzoo 29 Brutpaare gezählt werden.

Die Storchenentwicklung in der Grafschaft Bentheim

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es noch zirka 4500 Brutpaare in Niedersachsen. Der Bestand ging dann stetig zurück, bis auf ca. 250 Paare in 1988. In der Grafschaft Bentheim gab es ab etwa 1930 keine Brutpaare mehr! Seit Ende der 1980er Jahre hat sich der Bestand in Niedersachsen dann wieder auf rund 900 Paare erholt. In der Grafschaft Bentheim sind es aktuell 36 Brutpaare. Einen besonderen Anteil an der guten Bestandsentwicklung in der Grafschaft Bentheim haben die Störche bei uns im Tierpark. Generell versucht der Tierpark in Kooperation mit dem NABU Grafschaft Bentheim die hübschen Schreitvögel in die Flächen außerhalb des Zoogeländes zu ziehen. Durch das Aufstellen mehrerer Nester im Bereich der Vechteaue soll ihnen hier ein attraktiver Ort zur Jungenaufzucht geboten werden. Hier sollen sich die Tiere ihr Futter in der Vechteaue und auf den Wiesen und Äckern in der Umgebung selber suchen.

Ems-Vechte