27.09.2021, 10:25 Uhr

Nordhornerinnen erhalten Preis für ihr soziales Engagement

Maria Konjer und Ursula Stricker aus Nordhorn wurden durch Weihbischof Johannes Wübbe und Ludger Abeln, Stiftungsratsmitglied der Caritas-Stiftung des Bistums Osnabrück, geehrt. Foto: Caritas

Maria Konjer und Ursula Stricker aus Nordhorn wurden durch Weihbischof Johannes Wübbe und Ludger Abeln, Stiftungsratsmitglied der Caritas-Stiftung des Bistums Osnabrück, geehrt. Foto: Caritas

Nordhorn „Das machen wir gemeinsam“ ist nicht nur das Motto der diesjährigen Caritas-Kampagne, sondern auch des Sonnenschein-Preises. In diesem Jahr werden ehrenamtlich arbeitende Gruppen und Einzelpersonen ausgezeichnet, die Ideen und Lösungen aufzeigen, wie der Zusammenhalt unserer Gesellschaft gestärkt und Ausgrenzung entgegengewirkt werden kann.

Preisträger aus Nordhorn

Mit einer festlichen Preisverleihung ehrte nun die Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück Maria Konjer und Ursula Stricker aus Nordhorn und weitere Projekte und Einzelpersonen aus dem Bistum Osnabrück. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Weihbischof Johannes Wübbe, dankte den beiden Frauen: „Sie kümmern sich um Menschen, die sonst keiner sieht“

Maria Konjer und Ursula Strieker sind seit vielen Jahren in den Caritas-Konferenzen Deutschlands (CKD) im Dekanat Grafschaft Bentheim aktiv. Die CDK ist ein Netzwerk von Ehrenamtlichen, das in Kirchengemeinden und auf Bistumsebene aktiv ist. Maria Konjer und Ursula Stricker leiten nicht nur die CKD-Gruppen in ihren Gemeinden, sondern sind auch die Delegierten der CKD im Dekanat. So sorgen sie dafür, dass Themen aus ihren Gemeinden an den betreffenden Stellen Gehör finden und organisieren Fortbildungen für Besuchsdienste und andere ehrenamtliche Helfer.

Wie wichtig die Arbeit der CKD gerade unter Corona-Bedingungen war, schildert Ursula Stricker: „Wir haben versucht, alles möglich zu machen, was möglich war, um Menschen zu erreichen, die niemanden haben. Das ging von Telefonanrufen bis zu Briefen und Postkarten. Es war für viele Menschen ganz wichtig, den Kontakt zu halten.“ Dies bestätigt auch Maria Konjer, die zugleich eine Bitte hat: „Wir brauchen dringend Nachwuchs in unseren CKD-Gruppen. Ich hoffe, dass wir bald wieder richtig aktiv werden können, damit neue Ehrenamtliche zu uns finden.“ Die Jury ehrt die beiden Frauen, die seit vielen Jahren aktiv sind, mit dem Sonnenschein-Preis und mit einem Restaurantgutschein für ihre Arbeit.

Ausgezeichnete Projekte

Weitere Auszeichnungen bekamen bei der Preisverleihung der Rufbereitschafts-Dienst in Bersenbrück, die Johannis-Oase in Bremen und der Hospizverein in Bramsche, - alle Auszeichnungen waren mit einem Preisgeld von 1000 Euro verknüpft, Hermann Abelns erhielt für seinen Einsatz in der Justizvollzugsanstalt einen Gutschein für ein Wochenende auf Norderney. Der Sonderpreis ging in diesem Jahr an die Gruppensprecher der Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück.

Qual der Wahl für den Stiftungsrat

Der Stiftungsrat hatte unter zwölf eingereichten Vorschlägen die Qual der Wahl. Weihbischof Johannes Wübbe betonte: „Wir sind beeindruckt von dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement, das in unserem Bistum geleistet wird. Mit dem diesjährigen Sonnenschein-Preis haben wir besonders Projekte gewürdigt, die sich für benachteiligte Menschen in unserer Gesellschaft einsetzen und sich damit für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt stark machen.“ Wübbe weiter: „All diese Menschen sind unverzichtbar“

Verleihung zum 13. Mal

Zum 13. Mal wird der Sonnenschein-Preis für ehrenamtliches Engagement verliehen. Der Preis für ehrenamtliches Engagement wird von der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück ausgelobt und ist nach Carl Sonnenschein benannt. Der katholische Priester wirkte unter anderem in Berlin als Sozialreformer. Ein wichtiges Anliegen Sonnenscheins war die Förderung sozialen Engagements eines jeden Katholiken.