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16.11.2019, 14:00 Uhr

Nordhorner Verein „Nkwadaa fie“ überreicht Spende in Ghana

Kinder und Mitarbeiter des Loszu Ghana Kinderdorfes im kleinen Ort Old Adwampong in Ghana hatten kürzlich gleich mehrere Gründe zur Freude.

Die Kinder und Mitarbeiterinnen des Kinderdorfes sowie die Nordhorner Besuchergruppe von Nkwadaa fie – Ein Haus für Kinder in Ghana bei der Übergabe des Geländewagens in Old Adwampong/Ghana. Foto: privat

Die Kinder und Mitarbeiterinnen des Kinderdorfes sowie die Nordhorner Besuchergruppe von Nkwadaa fie – Ein Haus für Kinder in Ghana bei der Übergabe des Geländewagens in Old Adwampong/Ghana. Foto: privat

Nordhorn. Eine achtköpfige Gruppe des Nordhorner Vereins „Nkwadaa fie – Ein Haus für Kinder in Ghana e.V.“ stattete ihnen einen Besuch ab und hatte neben vielen kleinen auch eine ganz besonders große Überraschung im Gepäck.

Jenny Schoemaker, erste Vorsitzende des Vereins, berichtet: „Bereits Anfang des Jahres haben wir begonnen, Spenden für die Anschaffung eines Geländewagens für das Kinderdorf zu sammeln. Durch einen Beitrag in den Grafschafter Nachrichten, verschiedene Aufrufe in den sozialen Netzwerken, die vielen persönlichen Kontakte und Initiativen ist es uns gelungen, eine Summe von 15.000 Euro aufzubringen.

Mit diesem Geld wurde nun ein Geländewagen angeschafft, der es den engagierten Mitarbeitern vor Ort in Ghana ermöglicht, im Krankheitsfall schnell zum nächsten, ca. eine halbe Stunde Fahrt entfernten Krankenhaus zu gelangen, Einkäufe schneller zu erledigen und die Schüler aus den umliegenden Dörfern zur Schule zu bringen.“

Seit 2010 unterstützt Nkwadaa fie – Ein Haus für Kinder in Ghana die ghanaische Nichtregierungsorganisation Loszu Ghana Association zunächst beim Bau und nun beim Unterhalt des Kinderdorfes und der kleinen Dorfschule. Die Geschäftsführerin Lena Schoemaker hat selbst vier Jahre vor Ort gelebt und weiß um die Herausforderungen, die unasphaltierte Straßen in Kombination mit starken Regenfällen mit sich bringen.

„Vor allem die Straße vom nächstgrößeren Dorf hin zum Kinderdorf und zur Schule waren teilweise tage- und wochenlang kaum bis gar nicht passierbar. Kein Auto konnte dort fahren und die teilweise noch sehr kleinen Schulkinder mussten zu Fuß durch das teilweise knie- bis hüfthohe Wasser waten. Das Kinderdorf ist auf die Versorgung von Lebensmitteln aus den nächst größeren Städten angewiesen und wurde in der Regenzeit stets auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Deshalb freut es uns umso mehr, dass so viele Menschen unserem Spendenaufruf gefolgt sind und das Leben im Kinderdorf und den Schulablauf ein bisschen einfacher machen.“

Auf dem Gelände des Kinderdorfes befindet sich neben den Wohnhäusern zudem noch ein Ausbildungsprojekt für junge Frauen, die dort in Tätigkeiten wie Backen, Seifenproduktion und Friseurhandwerk ausgebildet werden. Nach Abschluss des Ausbildungsprogrammes haben die jungen Frauen die Möglichkeit, mit den gelernten Fähigkeiten ein eigenes kleines Geschäft zu gründen und so selbst ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Ein ebenfalls zum Kinderdorf gehöriges Bildungszentrum richtet sich mit dem Angebot von Computerklassen, einer Bibliothek und einem Leseclub auch an die großen und kleinen Bewohner der umliegenden Dörfer. Im Bau befindet sich zurzeit eine Jugendwohneinheit, in der Mädchen und Jungen ab einem Alter von etwa 12 Jahren dem betreuten Wohnen ähnlich, in kleinen Schritten Selbstständigkeit lernen.

Das Anliegen des Vereins „Nkwadaa fie – Ein Haus für Kinder in Ghana“ war und ist es weiterhin, durch möglichst viele finanzielle Unterstützer den Unterhalt und die Betreuung für die im Kinderdorf lebenden Kinder sowie den Betrieb der kleinen Dorfschule zu sichern, da beide keine Unterstützung der ghanaischen Regierung erhalten. Der Verein freut sich über jede Spende, da diese den Fortbestand der beinahe zehnjährigen Partnerschaft unterstützt.

Weitere Informationen erfolgen im Internet unter www.nkwadaa-fie.de

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