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26.06.2020, 08:49 Uhr

Nordhorner beim Wettbewerb „Umbruchzeiten“ ausgezeichnet

Moritz Beier, Benno Reichel und Malte Rottstock, Schüler des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn haben einen Film gedreht. Foto: privat

Moritz Beier, Benno Reichel und Malte Rottstock, Schüler des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn haben einen Film gedreht. Foto: privat

Berlin/Nordhorn Die ersten Preise im „Umbruchzeiten“-Wettbewerb zu 30 Jahren Deutsche Einheit gehen nach Arnstadt (Thüringen), Nordhorn (Niedersachsen) und Frechen (Nordrhein-Westfalen). Insgesamt wurden am Dienstag online und ohne Publikum 35 Gewinner geehrt. Die drei ersten Preise sind mit jeweils 3000 Euro dotiert.

Der bundesweite Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ fand aus Anlass von 30 Jahren Deutscher Einheit statt. Ausgelobt wurden die Preise vom Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Marco Wanderwitz (CDU), und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. An dem Wettbewerb hatten sich Jugendliche aus 14 Bundesländern mit 180 Projekten beteiligt.

Einen ersten Preis erhielt eine Gruppe der Emil-Petri-Schule in Arnstadt für ihr Zeitzeugenprojekt „In einem Land vor unserer Zeit“. Außerdem wurden drei Jugendliche des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn für den Filmbeitrag „Auf dem Papier vereint, entzweit im Leben?“ geehrt. Ausschlaggebend für den Beitrag war ein Schulbesuch in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Dort beschwerte sich ein Besucher über die Unkonzentriertheit und den Lärm der Schüler. Das warf bei den Jugendlichen die Frage zur Bedeutsamkeit des Themas auf. In der Folge entschieden sie sich, Interviews mit ihren Eltern zu deren Erfahrungen rund um die Umbruchszeit zu führen. Mit Bezug zur Theorie des kulturellen Gedächtnisses befragten die drei Schüler ihre Eltern zu deren Perspektiven auf die Teilung in Jugendjahren, zur Wahrnehmung des Mauerfalls und ihrer heutigen Sicht auf die deutsche Einheit. Dabei sind ganz unterschiedliche Perspektiven auf die letzten 30 Jahre herausgekommen. Die Schüler reflektieren die Antworten ihrer Eltern sehr intensiv und verarbeiten diese in einem Film. Sie kommen zu dem Schluss, dass wir uns auch gegenwärtig noch in einer Zeit des Umbruchs befinden und es wichtig ist, die Vernetzung zwischen Ost und West weiter zu vergrößern. Am Ende geben die Jugendlichen ganz konkrete und sehr gelungene Vorschläge, wie dies funktionieren könnte – beispielsweise durch innerdeutsche Austauschprogramme am Tag der Deutschen Einheit oder Studienfahrten mit Zeitzeugengesprächen.

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