20.05.2022, 16:00 Uhr

Nordhorn tritt der Charta Friedhofskultur bei

Bürgermeister Thomas Berling und Heinz Silies vom Amt für Stadtplanung und Umwelt freuen sich über den Beitritt der Stadt Nordhorn zur Charta Friedhofskultur.

© Eickelkamp Henrik

Bürgermeister Thomas Berling und Heinz Silies vom Amt für Stadtplanung und Umwelt freuen sich über den Beitritt der Stadt Nordhorn zur Charta Friedhofskultur.

Nordhorn Die Stadt Nordhorn ist offiziell der Charta Friedhofskultur beigetreten, die den Wert der Friedhöfe für die Bürger unterstreicht. „Damit setzt die Stadt ein deutliches Zeichen für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Friedhöfe“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Bürgermeister Thomas Berling unterschrieb am Freitag im Rathaus die offizielle Beitrittsurkunde. Die Unterzeichnung fand im Rahmen einer bundesweiten Aktion anlässlich des Jahrestags der Ernennung der Friedhofskultur in Deutschland zum „Immateriellen Kulturerbe“ statt.

„Jeder Mensch hat das Recht auf eine würdevolle Bestattung auf dem Friedhof und ein anerkennendes Gedenken.“ So lautet der erste Leitsatz der Charta Friedhofskultur, die die wichtigsten Institutionen und Verbände im deutschen Friedhofswesen gemeinsam erarbeitet haben. „Das Manifest verdeutlicht in elf Leitsätzen, worum es in unserer historisch gewachsenen Friedhofskultur geht: um ein zu schützendes Kulturgut für alle Bürgerinnen und Bürger“, betont Berling. „Deshalb treten auch wir gerne dieser Charta bei.“

Das Manifest zeige dabei nicht nur auf, wie wertvoll die Friedhofskultur für das Abschiednehmen und Erinnern ist. Vielmehr geht es um das vielschichtige Spektrum der Friedhöfe – ob beispielsweise in kultureller, sozialer, historischer oder naturschützender Hinsicht. So sind die Friedhöfe unter anderem die größten Skulpturenparks, die Grünanlagen mit der höchsten Biodiversität und lebendige, sich stets fortschreibenden Geschichtsbücher der Dörfer und Städte.

„Mit unserem Beitritt zur Charta Friedhofskultur beziehen wir klar Haltung für den Kulturraum Friedhof“, erläutert Berling. Dabei gehe es nicht darum die aktuelle Friedhofskultur in Stein zu meißeln – im Gegenteil: „Der Friedhof ist ein Ort der Lebenden, der sich immer an den aktuellen Bedürfnissen der Menschen ausrichten und daher auch weiterentwickeln muss“, stellt der Bürgermeister klar. Darum habe die Stadt Nordhorn in den vergangenen Jahren zunehmend pflegeleichte und pflegefreie Bestattungsangebote geschaffen, die Infrastruktur verbessert und die städtische Friedhofssatzung aktualisiert. „Alle beteiligten Mitarbeiter, von der Planung über die Verwaltung bis zu den Friedhofsgärtnern, setzen sich mit großem Engagement dafür ein, dass unsere Kommunalfriedhöfe attraktiv und zeitgemäß bleiben und fördern so aktiv die Friedhofskultur“, bedankt sich Berling.