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27.05.2020, 14:07 Uhr

Niedlicher Nachwuchs im Osnabrücker Zoo

Ende März kam mit Baumstachler „Ben“ ein besonders stacheliges Jungtier zur Welt. Auch bei den Nagetieren im Südamerika-Areal gibt es Nachwuchs. Passend zu Pfingsten können Besucher die jungen Capybaras bei ihren Erkundungstouren beobachten.

Der kleine Baumstachler „Ben“ erkundet die Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ im Osnabrücker Zoo. Foto: Bernhold/Zoo Osnabrück

Der kleine Baumstachler „Ben“ erkundet die Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ im Osnabrücker Zoo. Foto: Bernhold/Zoo Osnabrück

Osnabrück Seit dem 6. Mai hat der Zoo Osnabrück wieder geöffnet, und die Besucher können Altbekanntes und Neues entdecken. Zum Beispiel den jüngsten Nachwuchs in der Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“: „Am 24. März kam hier ein kleiner Baumstachler zur Welt“, berichtet Tobias Klumpe von der zoologischen Leitung im Zoo Osnabrück. Bereits kurz nach der Geburt stand für das Jungtier der erste Besuch vom Zootierarzt an: „Baumstachler sind Nagetiere mit sehr langen und spitzen Stacheln. Direkt nach der Geburt sind diese aber noch relativ weich und härten erst mit der Zeit aus. Diese Zeit nutzen wir daher für die erste Untersuchung – die Eltern des Jungtieres waren dabei sehr entspannt“, so Klumpe. Bei der Untersuchung des stacheligen Nachwuchses prüften die Zoomitarbeiter dessen allgemeinen Gesundheitszustand und setzten ihm einen kleinen Mikrochip zur Wiedererkennung unter die Haut. „Außerdem haben wir geschaut, welches Geschlecht das Jungtier hat. Es ist ein kleines Männchen – wir gaben ihm den Namen ,Ben‘“, erzählt Tobias Klumpe. Tanja Boss erklärt, wie Besucher den jüngsten „Manitoba“-Bewohner erkennen: „Zum einen ist Ben noch deutlich kleiner als seine Eltern. Außerdem sind seine Stacheln viel dunkler. Bei der Geburt sind Baumstachler fast komplett schwarz. Jetzt beginnen sich die Spitzen der Stacheln langsam weiß zu Färben, so wie bei den ausgewachsenen Tieren.“ Wenn Jungtier „Ben“, Mutter „Mechtild“ und Vater „Manfred“ nicht gerade auf der Außenanlage unterwegs sind, können Besucher die nordamerikanischen Nagetiere auch durch „Gucklöcher“ in ihrem Innenstall beobachten.

Nachwuchs auch bei Nagetieren

Im Südamerika-Areal des Zoo Osnabrück flitzen gleich vier kleine Nagetiere über die Anlage der Capybaras – auch Wasserschweine genannt – und Flachlandtapire: Seit 2016 ist zum ersten Mal wieder Capybaranachwuchs am Schölerberg zur Welt gekommen. „Am 12. Mai entdeckte mein Azubi-Kollege Jonas Linke, dass unsere Wasserschweindame ‚Lady Gaga‘ bereits drei Jungtiere geboren hatte und holte mich dazu“, erzählt Tierpfleger-Auszubildende Marion Rommlau. „Sie hatte sich dafür etwas erhöht einen Platz gesucht und schien noch in den Wehen zu liegen.“ Erst etwa zwei Stunden später kam noch ein Nachzügler hinterher und so bekam die fünfjährige ,Lady Gaga‘ bei ihrer ersten Geburt schließlich vier Jungtiere. „Es war sehr schön, zu sehen, dass sich die Mutter-Kind-Bindung direkt aufbaute, denn schon kurz nach der Geburt kuschelten sich die Kleinen an ihre Mutter und suchten nach den Zitzen, um Muttermilch zu trinken“, so Rommlau weiter. Mittlerweile knabbern die kleinen Capybaras zusätzlich auch schon an der Nahrung ihrer älteren Artgenossen. „Wasserschweine sind Nestflüchter und deswegen sehr schnell ziemlich agil und erkunden ihre Umgebung. Außerdem fangen sie schon nach wenigen Tagen an, neben der Muttermilch auch Gemüse, Gräser und Blätter zu probieren. Gesäugt werden die Kleinen bis zu acht Wochen“, erklärt Tobias Klumpe. Auch die erste Untersuchung vom Zootierarzt stand schon auf dem Programm: „Dabei haben wir zunächst den allgemeinen Gesundheitszustand überprüft, und als wir festgestellt haben, dass es allen Vieren gut geht und sie sehr gut entwickelt sind, wurde ihnen außerdem ein kleiner Mirco-Chip zur Wiedererkennung eingesetzt und wir konnten das Geschlecht feststellen: Es sind drei Männchen und ein Weibchen“, so Klumpe. Mittlerweile sind die Geschwister bei schönem Wetter mit der ganzen Gruppe auf der Außenanlage unterwegs.

Der Zoo ist täglich von 8 bis 17.30 Uhr geöffnet. Allerdings muss jeder Besucher vorab kostenlos ein Zeitfenster für den Einlass in den Zoo auf www.zoo-osnabrueck.de buchen. Durch diese Regelung haben pro Stunde 350 Personen Einlass. Ohne Reservierung ist kein Einlass möglich. Des Weiteren bittet die Zooleitung die Besucher, sich auf der Internetseite des Zoos über die aktuellen Hinweise und Regeln zu informieren.

Nagetier-Nachwuchs: Drei von insgesamt vier jungen Capybaras im „Südamerika-Areal“. Foto: Koch/Zoo Osnabrück

Nagetier-Nachwuchs: Drei von insgesamt vier jungen Capybaras im „Südamerika-Areal“. Foto: Koch/Zoo Osnabrück

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