26.07.2019, 13:00 Uhr

Neues Programm des Theaters der Obergrafschaft liegt vor

Veranstalter bietet guten Mix aus Anspruch und Unterhaltung

Zu den bekanntesten Namen auf der Bühne des Theaters der Obergrafschaft gehören in dieser Saison Jochen Busse und Hugo Egon Balder. Fotos: privat

Zu den bekanntesten Namen auf der Bühne des Theaters der Obergrafschaft gehören in dieser Saison Jochen Busse und Hugo Egon Balder. Fotos: privat

Hochkarätig, geistreich, bürgernah und vielseitig - so soll Kultur nach Auffassung der Verantwortlichen des Theaters der Obergrafschaft sein. Entsprechend dieser Ausrichtung wurde auch das neue Programm 2019/2020 zusammengestellt.

Der Einstieg erfolgt am 3. Oktober mit dem Politthriller „Aus dem Nichts“ nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin. Es geht um Terror und das Schicksal der Überlebenden.

Weiter geht es in Abo 1 am 17. November mit „Hildegard von Bingen – Die Visionärin“, einem Schauspiel, das wie „Die Wanderhure“ oder „Die Päpstin“ von weiblichen Heldinnen im Mittelalter handelt. Als Nonne, Äbtissin und Autorin von bedeutenden theologischen Werken, als Naturwissenschaftlerin, Ärztin und Komponistin wurde Hildegard von Bingen zu einer der größten geistlichen Autoritäten des mittelalterlichen Europa.

„Paul Abraham – Operettenkönig von Berlin“ kommt am 19. Januar 2020 zur Aufführung. Die musikalische Tragikomödie erzählt vom Leben des Operettenkomponisten, dessen Karriere von den Nazis beendet wurde und der verarmt und vergessen im Exil in den USA verstarb.

Bei „4000 Tage“ (16. Februar 2020) handelt es sich nach Darstellung von Autor Peter Quilter um eine ernste Komödie. Drei Menschen sind in besonders schicksalhafter Weise miteinander verbunden. Michael, der aus dem Koma erwacht und Teile seines Gedächtnisses verloren hat, sein Lebensgefährte Paul und Michaels Mutter. Beide kämpfen um die Deutungshoheit über Michaels Leben.

„Spatz und Engel“ thematisiert mit viel Musik die Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich. Aufführung ist am 5. April 2020.

Abo 2 legt am 20. Oktober mit einem Klassiker los: „Ein Käfig voller Narren.“ In einer der Hauptrollen ist Lilo Wanders zu sehen. Sie ist durch Aufzeichnungen von Schmidt´s Theater im NDR-Fernsehen und die Erotik-Sendung „Wahre Liebe“ einem größeren Publikum bekannt geworden.

„Komplexe Väter“ (23. November) mit Hugo Egon Balder und Jochen Busse in den Hauptrollen thematisiert das Verhalten älterer Väter, die kritisch über ihr bisheriges Leben reflektieren und begangene Fehler noch einmal rückgängig machen wollen.

Zu einer bewegenden Reise durch die Höhen und Tiefen der Freundschaft lädt das Stück mit dem sinnigen Titel „Freundschaft“ ein. Gilla Cremer und Pianist Gerd Bellmann begleiten am 2. Februar 2020 spielend und singend vier alte Schulfreunde durch ihr Leben.

Ein Klassiker der Theaterliteratur ist Eric-Emmanuel Schmitt. Von ihm wird am 22. März 2020 „Oskar und die Dame in Rot“ aufgeführt. Die zentrale Frage: Wie soll der schwer kranke, 10-jährige Oskar damit umgehen, dass er bald sterben wird?

Das Abo 2 endet am 17. April mit der Komödie „Diese Nacht – oder nie.“ Isabel Varell als Charlotte ist mit der Situation konfrontiert, scheinbar einseitig verliebt zu sein, und mit der Beantwortung der Frage: Gibt es platonische Freundschaft zwischen Mann und Frau oder torpediert die Liebe die Freundschaft.

Außerhalb der Abos laufen die Stücke „Der letzte Raucher“, „Ein Mann mit Charakter“ mit Ohnsorg-Star Heide Mahler sowie eine Aufführung der Musikakrobaten „Gogol & Mäx“.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Nähere Informationen: www.theater-der-obergrafschaft.de

Neues Programm des Theaters der Obergrafschaft liegt vor