26.07.2022, 17:00 Uhr

Neues Löschgruppenfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Nordhorn

Zeitgleich mit dem Löschgruppenfahrzeug wurde ein Mannschaftstransportfahrzeug an die Wache Nord übergeben. Foto: Feuerwehr Nordhorn

Zeitgleich mit dem Löschgruppenfahrzeug wurde ein Mannschaftstransportfahrzeug an die Wache Nord übergeben. Foto: Feuerwehr Nordhorn

Bereits seit Ende April verfügt die Ortsfeuerwehr Nordhorn/Wache Nord über ein neues Löschgruppenfahrzeug. Das vom Hersteller Ziegler auf einem MAN-Fahrgestell aufgebaute Fahrzeug wurde nun im Rahmen einer außerordentlichen Dienstversammlung von Bürgermeister Thomas Berling an Ortsbrandmeister Thomas Kühlmann übergeben. Durch die Teilung der damaligen Ortsfeuerwehr Nordhorn war zuvor das damalige Löschgruppenfahrzeug 20/16-1 über den Außenstandort am Richterskamp weiter zur Wache Süd an die Denekamper Straße gewandert. Der Wache Nord fehlte von da an ein Fahrzeug, das vollumfänglich auf Brandeinsätze jeglicher Art ausgelegt ist. „Mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug 20 wurde diese Lücke nun geschlossen“, teilt Ortsbrandmeister Kühlmann mit.

Mehrere Jahre hatte sich eine Arbeitsgruppe mit den Anforderungen und Bedürfnissen beschäftigt, die das Neufahrzeug erfüllen sollte. Angeschafft wurde schließlich ein Fahrzeug, das über einen Tankinhalt von 3000 Litern Wasser und 120 Litern Löschschaum verfügt. „Der Löschschaum kann dem Löschwasser im Fahrzeug beigemischt werden. So kann unter anderem sogenanntes Netzwasser erzeugt werden“, erklärt Kühlmann. Während der Anfahrt zum Einsatzort können sich vier Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten für eine Menschenrettung oder Brandbekämpfung ausrüsten. Weiter verfügt das Fahrzeug über diverses Schlauchmaterial: Neben Saugschläuchen auf dem Fahrzeugdach sind B-, C- und D-Schläuche in den Geräteräumen zu finden. Letztere sind gemeinsam mit passenden Verteilern und Strahlrohren in Rucksäcken verlastet und sind primär für Wald- und Vegetationsbrände vorgesehen. Hierfür kann auch der an der Fahrzeugfront installierte Wasserwerfer genutzt werden. Mittels Pump-and-Roll-Betrieb kann die Wasserabgabe während der Fahrt erfolgen. Der Frontwerfer kann ebenso wie ein mitgeführter tragbarer Wasserwerfer bei Großbränden eingesetzt werden.

Verzichtet wurde auf den Platz des Melders in der Mannschaftskabine; stattdessen wurde hier ein sogenannter „Action Tower“ eingebaut. Griffbereit für die Einsatzkräfte finden dort unter anderem eine Wärmebildkamera, Handlampen und Fluchthauben ihren Platz. Für Kleinbrände werden C- und D-Schläuche in Buchten mitgeführt, die aus dem Geräteraum gezogen und sofort genutzt werden können. Eine ähnliche Funktion besitzt auch der Strom-Schnellangriff: Aus dem Fahrzeug gezogen, steht sofort eine Stromquelle zur Verfügung, sodass das Abrollen eines Stromkabels in der ersten Phase des Einsatzes entfällt. Das Löschgruppenfahrzeug, das mit dem 290 PS-starken Motor auf etwa 100 Stundenkilometer beschleunigt werden kann, verfügt neben LED-Blaulicht und Druckluftsignalanlage über ein Bullhorn, um sich bei erhöhtem Verkehrsaufkommen Gehör zu verschaffen. Das automatikbetriebene Fahrzeug ist außerdem mit einem Navigationsgerät ausgestattet, auf dem die Routen zu den Einsatzorten angezeigt werden.

„Mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug verfügen wir endlich wieder über ein modernes Erstangriffsfahrzeug für Brandeinsätze aller Art“, freut sich Ortsbrandmeister Thomas Kühlmann. Zeitgleich mit dem Löschgruppenfahrzeug wurde ein Mannschaftstransportfahrzeug an die Wache Nord übergeben. Hier galt es, ein in die Jahre gekommenes Fahrzeug der Marke „Volkswagen“ zu ersetzen. Beschafft wurde ein gebrauchtes Fahrzeug derselben Marke, das im Anschluss eine feuerwehrtechnische Ausstattung erhalten hat. Das neue Mannschaftstransportfahrzeug wird hauptsächlich im Rahmen von Wasserrettungen zum Einsatz kommen.