21.01.2021, 16:41 Uhr

Neues Bauprojekt für Betreutes Wohnen in Emlichheim

Jürgen Timmermann, Vertreter der reformierten Kirchengemeinde Emlichheim, Gerrit Büter und Mike Ruppelt, Geschäftsführer des Bauunternehmens Büter aus Ringe, Eckhard Jürriens, Vorstand des DRK-Kreisverbands Grafschaft Bentheim, und Gerrit Knoop, Geschäftsführer des DRK-Pflegedienstes Emlichheim und Umgebung (von links) bei der Vorstellung des Projektes. Der DRK-Pflegedienst Emlichheim gGmbH und Umgebung wird Betreiber des Neubaus. Foto: DRK

Jürgen Timmermann, Vertreter der reformierten Kirchengemeinde Emlichheim, Gerrit Büter und Mike Ruppelt, Geschäftsführer des Bauunternehmens Büter aus Ringe, Eckhard Jürriens, Vorstand des DRK-Kreisverbands Grafschaft Bentheim, und Gerrit Knoop, Geschäftsführer des DRK-Pflegedienstes Emlichheim und Umgebung (von links) bei der Vorstellung des Projektes. Der DRK-Pflegedienst Emlichheim gGmbH und Umgebung wird Betreiber des Neubaus. Foto: DRK

Emlichheim Der Ökumenische Pflegedienst Emlichheim und Umgebung tritt ab sofort mit einem neuen Namen auf: Seit dem 1. Januar firmiert die Einrichtung als DRK-Pflegedienst Emlichheim gGmbH und Umgebung. Hintergrund sind veränderte Mehrheitsverhältnisse in der Trägergesellschaft: Der DRK-Kreisverband Grafschaft Bentheim ist dort nunmehr mit zwei Dritteln beteiligt, die reformierte Kirchengemeinde Emlichheim mit einem Drittel. Den Vorsitz hat deshalb fortan DRK-Vorstand Frank Schüring inne, der das Amt von Kirchenvertreter Jürgen Timmermann übernahm. Auch das seit längerem geplante Bauprojekt für Betreutes Wohnen an der Kirchstraße in Emlichheim – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sitz des Pflegedienstes – wird nun verwirklicht.

Veränderungen infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten

Die Geschichte des Pflegedienstes reicht mehr als drei Jahrzehnte in die Vergangenheit zurück: Mitte der 1980er-Jahre schlossen sich die drei Niedergrafschafter Schwesternstationen des DRK in Laar, der reformierten Kirchengemeinde Emlichheim und der Herrnhuter Brüdergemeine Neugnadenfeld zum Diakonischen Dienst Emlichheim und Umgebung zusammen und hielten jeweils ein Drittel der neu gegründeten Gesellschaft. Nach vielen Jahren in dieser Konstellation und der zwischenzeitlichen Umbenennung in „Ökumenischer Pflegedienst“ mussten in den letzten Jahren wirtschaftliche Schwierigkeiten bewältigt werden. Gleichzeitig erfolgte eine Neuaufstellung: Die Herrnhuter Brüdergemeine vollzog einen schon länger geplanten Ausstieg, sodass das DRK und die Kirchengemeinde als Beteiligte verblieben.

„Die Gesellschaft hat diese Phase gut überstanden und es geschafft, sich zu konsolidieren“, sagt DRK-Vorstand Eckhard Jürriens rückblickend. Sein Dank gilt allen, denen es damals gelang, einen guten Weg einzuschlagen. Es habe sich jedoch die Frage aufgedrängt: Welche Strukturen braucht es, um nachhaltig in sicherem Fahrwasser zu bleiben? Einvernehmlich sei man so zu der Entscheidung gekommen, dass die Gesellschaft von demjenigen geführt werde, der über die Expertise im Pflegebereich verfüge und die entsprechenden Aktivitäten vollbringe.

Jürriens betont, dass das neue Konzept stets gemeinschaftlich erarbeitet wurde und dies ohne den großen Zusammenhalt der Handelnden nicht möglich gewesen wäre. Auch Transparenz habe eine große Rolle gespielt: „Alle Entscheidungen sind auch immer mit den Beschäftigten kommuniziert worden.“ Der neue Vorsitzende Frank Schüring erklärt, nun sei die Grundlage für eine positive Weiterentwicklung der Gesellschaft geschaffen worden. Gleichzeitig unterstreicht er: „Es ist gut, die Kirche als langjährigen Partner weiterhin an Bord zu wissen.“ Auch Jürgen Timmermann als Vertreter der reformierten Kirchengemeinde freut sich, dass die Sanierung der Einrichtung abgeschlossen ist und nun eine neue Zukunft gestaltet werden kann. Er begrüßt die Übernahme der Federführung durch das Deutsche Rote Kreuz und meint anerkennend: „Dies macht deutlich, dass das DRK Engagement zeigen wird.“

Groß ist die Freude aller Beteiligten zudem angesichts der baldigen Realisierung des geplanten Neubau-Projekts im Herzen Emlichheims. Als Bauherr und Investor konnte das Bauunternehmen Büter aus Ringe gewonnen werden. Voraussichtlich bis Ende 2022 wird auf der Fläche zwischen Kirchstraße, Wilsumer Straße und Am Markt ein fünf Gebäudekörper umfassender Wohnkomplex entstehen. Geplant sind insgesamt 32 Wohnungen für Betreutes Wohnen mit Größen von 40 bis 110 Quadratmetern. Für alle Wohnungen stehen Abstellräume im Keller und separate Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Der Neubau erfüllt die Anforderungen des KfW-40-Standards.

Wohneinheiten und gewerbliche Flächen

Neben den Wohneinheiten und einem großen Gemeinschaftsraum werden auch gewerbliche Flächen geschaffen. Diese wird der DRK-Kreisverband Grafschaft Bentheim nutzen, um dort eine Tagespflege mit 18 Plätzen einzurichten. Zudem möchte das DRK einen Servicepoint schaffen, um auch weitere Dienstleistungen des Kreisverbands in Emlichheim anbieten zu können.

Insgesamt werden auf dem 4500 Quadratmeter großen Grundstück 3600 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche entstehen. Das vom Schüttorfer Architekturbüro Schröder/Wenning entworfene Gebäudeensemble wird sowohl mit zwei- als auch mit dreigeschossigen Baukörpern daherkommen, die mit Verblendfassaden und flachgeneigten Pultdächern versehen werden und mit dem Bestandsgebäude an der Kirchstraße verbunden sind. Bauunternehmer Gerrit Büter erklärt, die sauber gegliederte Gebäudestruktur mit ihren fünf Einzelgebäuden werde das Ortsbild in positiver Weise bereichern und prägen. Das Investitionsvolumen, für das vom Architekturbüro Schröder und Wenning aus Schüttorf geplante Bauprojekt, beträgt rund 7 Millionen Euro.

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