Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
26.11.2018, 09:56 Uhr

Neuenhauser Angler ehren Jubilare

Anlässlich der Herbstversammlung gab es beim Angelverein Neuenhaus einige Ehrungen: Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Albert Naber, Jan-Hermann Krüger und Harm Kip geehrt, und auf stolze 50 Jahre Vereinszugehörigkeit brachte es Manfred Pusch.

Neuenhauser Angler ehren Jubilare

Der Vorsitzende Friedhelm Gießmann (hinten links) mit den Jubilaren Harm Kip (hinten Mitte), Albert Naber (hinten rechts), sowie Jan-Hermann Krüger (vorne links) und Manfred Pusch. Foto: privat

Der Vorsitzende Friedhelm Gießmann berichtete den anwesenden Mitgliedern, was den Angelverein Neuenhaus in den letzten Monaten bewegte. Das herausragendste Ereignis war die monatelange Dürreperiode. Die Vechte, die Lee und auch die Hardinger Becke haben unter der extremen Trockenheit sehr gelitten. In der Hardinger Becke kam es zu einem Fischsterben durch den Bruch einer Bohle beim Durchlass an der Berliner Straße. Der Wasserstand in dem oberhalb liegenden Schwanensee, der als Sandfang dient, sank dadurch auf wenige Zentimeter. Durch das schnelle Eingreifen einiger Mitglieder und mithilfe des Bauhofes der Stadt Neuenhaus konnte Schlimmeres verhindert werden. Dennoch kamen einige Fische um.

Die Lee führte auch sehr wenig Wasser. Teilweise waren auch hier nur noch 15 bis 20 Zentimeter Wassertiefe vorhanden. In der Vechte kam es zu einem Fischsterben größeren Ausmaßes. Ob eventuell auch ein Fremdverschulden vorlag, konnte nicht ermittelt werden.

In einer gemeinsamen Aktion mit der Freiwilligen Feuerwehr Neuenhaus und vielen Helfern der Neuenhauser und Nordhorner Angelvereine wurden fast 500 Kilogramm verendete Fische geborgen. Der Angelverein Neuenhaus schätzt den tatsächlichen Schaden auf bis zu
10.000 Euro, da vermutlich ein großer Teil der Fischbrut verendet ist. Fakt ist, dass dieses Fischsterben aus Sicht der Angler in dem festgestellten Ausmaß mit andauernder Trockenheit allein nicht erklärt werden kann.

Friedhelm Gießmann informierte die Mitglieder über ein interessantes Vorhaben im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie. In einem gemeinsamen Programm des niederländischen Sportvisserij Nederland-Verbandes, des Landesfischereiverbandes Westfalen-Lippe e.V., des Landesfischereiverbandes Weser-Ems und weiteren beteiligten Verbänden startet derzeit ein Projekt, um die Wanderung verschiedener Fischarten zu verfolgen. Dazu werden die Fische mit Sendern versehen (zum Beispiel Aale, Quappen und Meerforellen) und auf ihrem Weg von und zur Nordsee mit der Hilfe von Empfängern kann dann ihre Wanderung nachvollzogen werden.

Ziel dieser Maßnahme ist es, die Durchlässigkeit von Fischpässen zu beurteilen. Auch der Angelverein Neuenhaus ist an seinen Gewässern mit mehreren Messstellen in Dinkel und Vechte am Projekt beteiligt. Finanziert wird das Projekt unter anderem auch mit Mitteln der EU. Die beteiligten Verbände und Vereine erhoffen sich daraus viele neue Erkenntnisse.

Außerdem ist es dem Angelverein Neuenhaus gelungen, mit der Grenzaa ein neues Gewässer zu pachten. Die Grenzaa entspringt der Twister Aa im Dalumer-Wietmarscher Moor und markiert im weiteren Verlauf bis zur Einmündung in den Coevorden-Piccardie-Kanal die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden.

Die Grenz-Aa ist circa 22 Kilometer lang. In etwa 15 Kilometer Gewässerstrecke kann man angeln. Es existiert ein sehr guter Fischbestand. Die Gewässerökologie ist recht ordentlich und es bedarf keiner besonderen Pflege, obwohl es sich um ein künstlich angelegtes Gewässer handelt.