28.02.2022, 13:17 Uhr

Neue Mechatroniker Fachkräfte für herausfordernde Aufgaben

Die erfolgreichen Absolventen mit ihren Abschlusszertifikaten zum Facharbeiter Mechatroniker beim gemeinsamen Gruppenfoto mit ihren Prüfern und Lehrkräften. Foto: GBS

Die erfolgreichen Absolventen mit ihren Abschlusszertifikaten zum Facharbeiter Mechatroniker beim gemeinsamen Gruppenfoto mit ihren Prüfern und Lehrkräften. Foto: GBS

Nordhorn 19 Grafschafter Auszubildende im Ausbildungsberuf Mechatroniker konnten im Januar erfolgreich ihre Prüfungen vor der Industrie- und Handelskammer Osnabrück–Emsland–Grafschaft Bentheim ablegen. Für die Prüfungen, die in den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen Landkreis Grafschaft Bentheim (GBS) in Nordhorn abgehalten wurden, galten aufgrund der hohen Corona-Infektionslage zusätzlich zu den bereits praktizierten Hygienemaßnahmen weitergehende Bestimmungen, um einen sicheren Prüfungsablauf zu gewährleisten. So wurden die Prüflinge an allen Prüfungstagen in kleine Gruppen eingeteilt und die Anzahl der beteiligten Personen auf ein Minimum reduziert.

Zu Beginn der Feierstunde im Rahmen der Lossprechung richtete Holger de Vries, Schulleiter der GBS, seine Worte an die erfolgreiche Absolventin Julia Reefmann und ihre 18 männlichen Mitstreiter, allesamt frisch gebackene Facharbeiter zum Mechatroniker. De Vries betonte den hohen Stellenwert der dualen Berufsausbildung als Ausgangspunkt für ein erfolgreiches Berufsleben. Er versicherte den jungen Facharbeitern, hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben und in den Unternehmen gebraucht zu werden.

Simon Stockhorst, ordentliches Mitglied des Prüfungsausschusses und Klassenlehrer an den GBS, betonte in seinen Ausführungen, dass die erfolgreichen Absolventen ein interessantes Berufsfeld mit vielen Möglichkeiten gefunden haben. Er gab den jungen Menschen aber gleichwohl mit auf den Weg, dass zwar die Ausbildung beendet sei, aber das Lernen wohl niemals enden werde. Die jüngst abgeschlossene Ausbildung stelle lediglich „das solide Fundament für den möglichen Karriereturm im Berufsleben“ dar. Dabei liege es in den Händen der neuen Fachkräfte, sich fortzubilden und die vielfältigen Möglichkeiten der Weiterbildung vom Techniker über den Meister bis hin zu einem möglichen Studium zu nutzen.

Bei seinem Rückblick auf die abgeschlossene dreieinhalbjährige Ausbildung betonte Klassenlehrer Stockhorst, dass die Partner der dualen Berufsausbildung, die Ausbildungsbetriebe und die Berufsschule, in dieser Zeit erfolgreich als Partner zusammengearbeitet und letztlich zum erfolgreichen Abschluss einen wesentlichen Beitrag geleistet haben. „Insbesondere ab März 2020 stand die Ausbildung der Fachkräfte unter einem besonderen Stern“, erklärte Stockhorst, „über den Zeitraum von fast zwei Jahren mussten sie die verschiedensten Varianten der Ausbildung aufgrund der Covid-19-Pandemie verarbeiten. Die verschiedenen Szenarien in der Berufsschule von Wechselunterricht über Distanzunterricht mit der Ferneinwahl auf schuleigene Rechner zur Arbeit mit den notwendigen Fachanwendungen und die Regelungen in den Ausbildungsbetrieben wie Schichtbetrieb, Kontaktbeschränkungen etc., aber auch die alltäglichen Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben wurden gemeistert, sodass die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen werden konnte.“

Für die Zukunft der neuen Facharbeiter wird der Erwerb von zusätzlichen Kompetenzen wichtig sein. Diese Möglichkeit haben viele der neuen Facharbeiter in Anspruch genommen, da sie erfolgreich an einem Programmierkursus für Industrieroboter in Kooperation der GBS Grafschaft Bentheim und dem namhaften Hersteller KUKA teilgenommen haben und ihr erstes Zertifikat der Weiterbildung erhalten haben. Am Ende der Veranstaltung überreichten Gert Greven, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, und Simon Stockhorst die Prüfungszeugnisse der IHK und die Berufsschulabschlusszeugnisse.

Die Absolventen:

Timon Knüver (Bekuplast, Ringe), Darius Heft, Nils Meyer, Koray Öndarö und Enrico Preisel (alle Bentec Oilfield & Drilling Systems, Bad Bentheim), Philipp Waldmann (BvL Oberflächentechnik, Emsbüren), Alexander Voet (Emsland-Service, Emlichheim), Fabian Jansen (Euro-Jabelmann Maschinenbau), Hannes Bramkamp (Bernhard van Lengerich Maschinenfabrik, Emsbüren), Niklas Heidottink und Nico Soermann (beide Neuenhauser Maschinenbau), Kevin Bruggink (Rosink-Werkstätten, Nordhorn), Hendrik Baumann und Niklas Koelmann (beide Semcoglas, Nordhorn), Adrian Valentin Bejan und Julia Reefmann (beide Semcoglas Glastechnik, Nordhorn), Tobias Schohaus (Georg Utz, Schüttorf) sowie Arne Fimpler und Timo Klompmaker (beide Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug, Wietmarschen).