03.08.2022, 15:10 Uhr

Neue Arbeitsgruppe macht sich für Kinder und Jugendliche stark

Die Arbeitsgruppe „AG 78“ ist ein Zusammenschluss öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe in der Grafschaft Bentheim mit dem Ziel, gemeinsam die Jugendhilfe effektiv weiterzuentwickeln. Symbolfoto: dpa

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Die Arbeitsgruppe „AG 78“ ist ein Zusammenschluss öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe in der Grafschaft Bentheim mit dem Ziel, gemeinsam die Jugendhilfe effektiv weiterzuentwickeln. Symbolfoto: dpa

Im Bereich der Jugendhilfe hat der Landkreis Grafschaft Bentheim eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. In der sogenannten „AG 78“ haben sich Mitarbeitende aus der öffentlichen Jugendhilfe sowie von freien Trägern, die ambulante und stationäre Jugendhilfe anbieten, zusammengeschlossen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien bedarfsgerecht zu gestalten“, beschreibt Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier den Hintergrund der AG 78.

Der Name der Arbeitsgruppe geht auf den Paragrafen 78 des Achten Sozialgesetzbuches (SGB VIII) – Kinder- und Jugendhilfe zurück. „Dieses Sozialgesetzbuch bildet die Grundlage für alle Tätigkeiten des Jugendamtes. Alle Strukturen und Handlungsweisen, die Familien, Kinder und Jugendliche betreffen, gehen darauf zurück. Der Paragraf 78 enthält die Empfehlung, dass öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenschließen, geplante Maßnahmen aufeinander abstimmen und gemeinsam die Jugendhilfe weiterentwickeln“, erklärt Gülker-Alsmeier. Die Mitglieder der AG 78 wollen künftig Bedarfe für Familien in der Grafschaft ermitteln und Lösungen finden. Auf diese Weise soll die AG 78 auch als Fachgremium für die politischen Gremien, wie beispielsweise den Jugendhilfeausschuss, fungieren. „Somit ist die AG 78 wichtiger Bestandteil einer effektiven und nachhaltigen Jugendhilfeplanung“, macht Gülker-Alsmeier deutlich.

Bei einem Auftakttreffen lernten sich kürzlich mehr als 30 Mitarbeitende der öffentlichen Jugendhilfe sowie der freien Träger kennen, tauschten Standpunkte aus und besprachen Handlungsweisen miteinander. „Dabei wurde für alle Teilnehmenden schnell deutlich, dass eine enge Vernetzung und Kooperation unumgänglich sind und im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Familien weiter vorangetrieben werden sollten“, zieht Kreisrätin Gülker-Alsmeier ein positives erstes Fazit. Der Landkreis betreut und begleitet die Arbeitsgruppe langfristig. Die AG 78 wird sich rund vier Mal im Jahr zu unterschiedlichen Themen und Fragestellungen treffen.