26.02.2019, 15:00 Uhr

Naturschützer geben Tipps zum Nistkastencheck

Mit zunehmender Tageslänge geraten unsere Gartenvögel in Hochzeitsstimmung, teilt Jutta Over von Naturschutzbund (NABU) Emsland/Grafschaft Bentheim mit. Vorhandene Nistkästen werden jetzt schon von den Meisen inspiziert.

Für Blaumeisen kann man einen Kasten mit einem oder zwei Einfluglöchern von 27 Millimeter Durchmesser aufhämgen. Foto: Wilfried Jürges

Für Blaumeisen kann man einen Kasten mit einem oder zwei Einfluglöchern von 27 Millimeter Durchmesser aufhämgen. Foto: Wilfried Jürges

Auch Amseln, Singdrosseln, Buchfinken und daheim gebliebene Stare beginnen, ihre Reviere zu besetzen und lauthals durch Gesang zu verteidigen. Viele Gartenbesitzer möchten den Vögeln gern ein Zuhause im Garten bieten. Dabei gibt es Einiges zu beachten: Als „Einsteigerkasten“ bieten sich ein oder mehrere Höhlenbrüterkästen mit einem Einflugloch von 31 Millimeter Durchmesser an. Diese Kästen eignen sich für Kohlmeise, Feldsperling oder Kleiber. Für die kleinere Blaumeise kann zusätzlich ein Kasten mit einem oder zwei Einfluglöchern von 27 Millimeter Durchmesser aufgehängt werden. Idealerweise haben die Kästen einen vorgezogenen Giebel, damit Nesträuber wie Eichhörnchen oder Elstern nicht an die Brut können. Außerdem darf die Grundfläche des Kastens nicht zu knapp bemessen sein, warnt der NABU.

Im Handel werden leider oft hübsche bunte, aber viel zu enge Kästen angeboten. 12 x 12 Zentimeter Innenmaß für die Grundfläche ist das Minimum. Bessere Erfahrungen hat der NABU mit geräumigen Kästen gemacht, die eine Innenfläche von 18 x 13,5 Zentimeter haben. Man muss bedenken, dass Kohlmeisen bis zu zwölf Küken haben. Wenn diese dann größer werden, sitzen sie übereinander. Die Schwächeren werden dann erdrückt und erhalten bei Fütterungen keine Nahrung mehr.

Besonders an Ortsrändern und in größeren Gärten freut sich der Star über eine Nisthöhle mit einem Einflugloch von 45 Millimeter Durchmesser. Wer ein Starenpaar im eigenen Garten ansiedelt, kann sich zudem über tolle Ge-sangsdarbietungen freuen – Stare ahmen gern besondere Klänge nach, vom Handy-Klingelton bis hin zum Gesang exotischer Vögel aus dem afrikanischen Winterquartier. Ist genug Platz vorhanden, kann außerdem ein Halbhöhlenkasten das Angebot ergänzen. Dieser wird von Gartenrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper oder Zaunkönig gern angenommen.

Buschbrüter wie Rotkehlchen, Amsel und Heckenbraunelle nehmen gerne Nisttaschen und Nistampeln an. Sie können aus Zweigen von Ginster oder Kiefer selbst gebunden werden. Weitere spezielle Nisthilfen gibt es für Schwalben, Mauersegler, Eulen und Insekten. Beim NABU sind dazu ausführliche Informationen erhältlich. Außerdem beraten die NABU-Experten alle Interessierten an mehreren Infoständen: Am 2. März, 10 bis 13 Uhr, NABU Regionalgeschäftsstelle Meppen sowie 15 bis 17 Uhr, Parkplatz vor dem Tierpark Nordhorn. Am 9. März, 10 bis 13 Uhr in Lingen, Am Markt, Ecke Lookenstraße.

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