31.03.2022, 15:20 Uhr

Nachwuchs im Nordhorner Tierpark entzückt Besucher

Bunt gescheckt sind die Lämmer der Jakobschafe, auch Vier- oder Mehrhornschafe genannt. Foto: Franz Frieling/Tierpark Nordhorn

© Franz Frieling 48527 Nordhorn

Bunt gescheckt sind die Lämmer der Jakobschafe, auch Vier- oder Mehrhornschafe genannt. Foto: Franz Frieling/Tierpark Nordhorn

Nordhorn Frühling ist traditionell Jungtierzeit im Nordhorner Tierpark. Wie sich das für diese Jahreszeit gehört, hat sich der Tierbestand im Familienzoo in den letzten Wochen beträchtlich erhöht. So haben vor allen Dingen die Haustiere, allen voran die Schafe und Ziegen, jede Menge Nachwuchs bekommen.

Besonders auffällig sind die Lämmer der Jakob- und der Zackelschafe. Die imposanten Tiere mit ihrem auffälligen Kopfputz haben jede Menge hübscher Lämmer geboren. Jedes Jahr bringen in der Remise am Vechtehof einige Mutterschafe, nicht selten unter den Augen der Besucher, ihre Lämmer zur Welt. Sieben Flaschen- oder besser gesagt „Eimerlämmer“ der Bentheimer Schafe sind auf der Vechtewiese zu beobachten. Sie wurden von ihren Müttern nicht angenommen und werden daher von den Pflegern aufgezogen. Die Lämmer trinken dabei aus einem Eimer mit Saugnäpfen, indem sich eine spezielle Aufzuchtmilch befindet.

Am Vechtehof sind auch endlich wieder kleine Bunte Bentheimer Ferkel zu finden. Die beiden Sauen „Brista“ und „Anni“ kümmern sich hier um insgesamt 22 „swattbunte Ferke“l, die am 23. und 29. März das Licht der Welt erblickten. Ende Februar schlüpfte zudem das erste Nordhorner Strassertauben-Küken. An einer Scheibe in den Stall können die Besucher Brut und Aufzucht der Tauben beobachten.

Am kleinen Bauernhof mit Streichelzoo leben neben den Zwergeseln und zwei Hühnerrassen noch Ouessantschafe und Zwergziegen. Während die Geburt der Lämmer der kleinsten Schafrasse der Welt erst kurz vor Ostern bevorsteht, haben fast alle Zwergziegenweibchen ihren Nachwuchs geboren. Dieser tollt auch bereits vergnügt über die Streichelzoofläche.

Auch bei den exotischen Tierarten ist der erste Nachwuchs zur Welt gekommen. In der Voliere der „Gefiederten Australier“ zum Beispiel, kann man durch Plexiglas in spezielle Bruthöhlen der Wellensittiche hineinblicken. Die frisch geschlüpften Papageien sind dabei nicht wirklich hübsch anzusehen, aber es ist schon ein besonders spannendes Erlebnis die Aufzucht beobachten zu können.

Ein besonderer Grund zur Freude war die Geburt von zwei Vietnam-Sikakälbern. Die Kälber sind in ihrem gefleckten Fell nicht nur besonders niedlich anzuschauen, sie tragen mit ihrer Geburt zur immens wichtigen Arterhaltung der Vietnam-Sikahirsche bei. Diese Unterart ist laut der Roten Liste des IUCN in freier Wildbahn bereits ausgestorben – vor allem durch illegale Jagd und Lebensraumzerstörung. Man findet sie nur noch hinter den Gattern von drei vietnamesischen Nationalparks, einer Hand voll Hirschfarmen und ein paar Zoos in Europa und Nordamerika. Aufgrund dessen wurde diese Art in das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) aufgenommen und das Fortbestehen der Art wird international koordiniert. Geboren wurde der kleine Hirsch „Mondkapje“ am 20. März von „Yellow“. Das Weibchen „Jola“ brachte ihr Kalb am 30. März zur Welt. Bisher ist das Geschlecht unbekannt, da die Mutter ihren Nachwuchs gut verteidigt und die Tierpfleger noch keine Gelegenheit für einen ersten Check hatten. Wie alle anderen Jungtiere in diesem Jahr wird aber auch hier der Name mit einem „M“ beginnen.