21.01.2021, 13:59 Uhr

NABU ruft zu Abstimmung auf: Wer wird Vogel des Jahres?

Die farbenfrohe Blaumeise ist gern gesehener Gast in heimischen Gärten und steht auf der Nominierungsliste zum „Vogel des Jahres“. Foto: Büscher/NABU

Die farbenfrohe Blaumeise ist gern gesehener Gast in heimischen Gärten und steht auf der Nominierungsliste zum „Vogel des Jahres“. Foto: Büscher/NABU

Meppen/Grafschaft Die erste öffentliche Wahl zum „Vogel des Jahres 2021“ vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) geht in die heiße Phase. Noch bis zum 19. März kann jeder auf der Homepage www.vogeldesjahres.de abstimmen, wer das Rennen machen soll. Zur Auswahl stehen Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe. „Für alle Top-ten-Kandidaten sind eigene Wahlprogramme und -forderungen hinterlegt, um für den Schutz ihrer Art zu werben“, erklärt Hanna Clara Wiegmann von der NABU-Regionalgeschäfsstelle Emsland/Grafschaft Bentheim in Meppen. Wer die meisten Stimmen bekommt, soll kurz vor Frühlingsanfang zum „Vogel des Jahres 2021“ gekürt werden.

Die zur Wahl stehenden Vogelarten sind Wiegmann zufolge aus einer Vorwahlphase hervorgegangen, an der sich nach NABU-Angaben zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember fast 130.000 Menschen beteiligt haben, um aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvogelarten zehn zu nominieren.

Breit gefächerte Nominierungsliste

Unter den Nominierten finden sich fünf ungefährdete und vier gefährdete Arten sowie eine Art in der Vorwarn-Kategorie der Roten Liste. Erwartungsgemäß machen die Hälfte bekannte und beliebte Garten- und Siedlungsvögel aus. Aber auch stark bedrohte Agrarvögel wie Kiebitz und Feldlerche haben es in die Auswahl geschafft. Der seltene, aber aktuell nicht bedrohte Eisvogel und der als Brutvogel kürzlich aus Deutschland verschwundene Goldregenpfeifer komplettieren die Auswahl. Die Rauchschwalbe repräsentiert die weit reisenden Zugvögel, die mit besonders starken Bestandsrückgängen zu kämpfen haben. Sieben Finalisten waren bereits einmal – im Fall von Feldlerche und Eisvogel sogar schon zweimal – Vogel des Jahres. Chancen auf ihren ersten Titel haben Stadttaube, Amsel und Blaumeise.

Der „Vogel des Jahres“ wird seit 1971 durch ein Gremium aus Vertretern von NABU und LBV gekürt. Zum 50. Jubiläum der Aktion können nun erstmals alle Menschen in Deutschland die Wahl selbst in die Hand nehmen.

Der Goldregenpfeifer macht auf seinem „Wahlplakat“ auf seinen schwindenden Lebensraum aufmerksam. Er gehört zu den zehn Vogelarten, die auf der Nominierungsliste stehen. Foto: privat

Der Goldregenpfeifer macht auf seinem „Wahlplakat“ auf seinen schwindenden Lebensraum aufmerksam. Er gehört zu den zehn Vogelarten, die auf der Nominierungsliste stehen. Foto: privat

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