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03.05.2019, 05:05 Uhr

Motorräder unter 10.000 Euro

In der Preisklasse bis 10.000 Euro finden sich Motorräder verschiedener Leistungsklassen, für jeden Geschmack und Einsatzzweck. Eine beispielhafte Einkaufstour ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Motorräder unter 10.000 Euro

Straßenmaschine mit über 100 PS: Triumph Street Triple S. Foto: Triumph Motorcycles

Von Andreas Kötter, dpa

dpa/tmn Berlin Wer ein neues, durchaus potentes Motorrad sucht, allerdings nicht mehr als 10.000 Euro ausgeben möchte, hat trotz dieses Preislimits die Qual der Wahl.

„Ob für Gelände oder Straße, ob über 200 km/h schnell oder doch eher für die gemütliche Gangart gemacht, ob Techno- oder lieber Retro-Look - jeder Geschmack wird hier bedient“, sagt Michael Lenzen.

Wenn es mehr als 100 PS sein sollen

„Sogar im Bereich über 100 PS wird man schnell fündig.“ Hier nennt der erste Vorsitzende des Bundesverbandes der Motorradfahrer die Triumph Street Triple S (83 kW/113 PS, 9050 Euro), die Yamaha MT-09 (85 kW/115 PS, 8995 Euro) und die Kawasaki Z 900 (70 kW/95 PS, 9095 Euro).

„Alle drei sind sehr schnelle, moderne Straßenmaschinen, die deutlich mehr als 200 km/h laufen. Während die Kawasaki auf ein Vierzylinder-Aggregat setzt, begnügen sich die Yamaha und die Triumph aber mit drei Zylindern“, so der Motorrad-Experte. Er weist darauf hin, dass Triumph und Kawasaki ab Werk auch mit einer Drosselung auf 35 kW/48 PS für A2-Führerschein-Fahrer erhältlich sind.

Eine Hubraumklasse tiefer

Wer sich vom Leistungsvermögen dieses Naked-Bike-Trios vielleicht überfordert fühlten oder zumindest weniger direkt im Wind sitzen mag, dem rät Lenzen, sich einmal eine Hubraumklasse tiefer umzusehen. Die vierzylindrige Honda CBR 650 R (70 kW/95 PS, 9290 Euro) zähle zu den Supersportlern, also eine vollverkleidete, sehr sportlich zu bewegende Straßenmaschine, ebenfalls mit 35 kW/48 PS verfügbar.

Zu den Klassikern unter den Naked Bikes zählt die Monster-Familie von Ducati. So ist etwa die Monster 797 mit 54 kW/73 PS ab 8990 Euro zu haben - auch als Variante mit A2-tauglichen 35 kW/48 PS. Auch die US-Kultmarke Harley-Davidson hat mit der Street Rod eine „Nackte“ mit 52 kW/71 PS ab 8395 Euro im Angebot.

Bikes im Retro-Look

Wem der Look dieser Maschinen zu technoid vorkommt, findet möglicherweise mehr Gefallen an den Bikes, die dem aktuellen Retrotrend folgen, technisch aber ebenso auf der Höhe der Zeit sind.

So wie die beiden technisch identischen Royal Enfield-Modelle Interceptor 650 (35 kW/47 PS, 6580 Euro) und Continental GT 650 (35 kW/47 PS, 6780 Euro), die sich nur im Look unterscheiden. „Royal Enfield, ursprünglich eine englische Marke, ist heute ein indisches Unternehmen. Beide Motorräder erinnern daher an englische Twins, also die klassischen Zweizylinder-Maschinen der 1960er Jahre“, so Lenzen.

Während die Interceptor mit einem etwas breiteren und höheren Lenker aber eine aufrechte, relaxte Haltung ermögliche, sei die Continental GT mit geduckter, sportlicher Sitzposition den Café Racern jener Zeit nachempfunden.

Klassisch und modern

Maschinen, die klassisches mit modernem Design paaren, finden sich auch unter 10.000 Euro. So zum Beispiel die Suzuki SV 650 X (56 kW/76 PS, 7300 Euro) und die Yamaha XSR 700 (54 kW/74 PS, 8070 Euro). „Beides sind zweizylindrige Maschinen. Während die Yamaha aber einen Reihen-Motor aufweist, präferiert man bei Suzuki ein V2-Aggegrat“, so der Fachmann. Und wie die Royal Enfield Continental GT mache auch die Suzuki mit ihrem klassisch-schnörkellosen Styling auf Café Racer.

Eine andere klassische Motorrad-Gattung sind die Scrambler. Dabei handelte es sich ursprünglich um Straßenmaschinen, die in den USA Anfang der 1960er Jahre mit wenigen Modifikationen, etwa ein höher verlegter Auspuff, für den Einsatz in leichtem Geländer fit gemacht wurden. Bei Ducati heißen die auch so, etwa die Scrambler Sixty 2 mit 30 kW/40 PS ab 7790 Euro.

Lenzen nennt als Hommage an diese Gattung die Yamaha SCR 950 (40 kW/54 PS, 9895 Euro). Gleichzeitig warnt er aber davor, der Yamaha im Gelände zu viel zuzumuten: „Ein Feld- oder Waldweg überfordert dieses Motorrad nicht, viel mehr aber ist schon wegen des hohen Gewichts von mehr als 250 Kilo und wegen der begrenzten Federwege nicht drin“.

Fürs Gelände und große Touren

Aber selbst derjenige, der etwas größere Ambitionen im Gelände verfolgt oder auf große Tour gehen will, kann innerhalb des gesteckten Preislimits fündig werden: Etwa bei der BMW F 750 GS (57 kW/77 PS, 9400 Euro) und der Suzuki V-Strom 650/XT (52 kW/71 PS, 8390 Euro). Das seien reinrassige Reise-Enduros, so Lenzen.

Während in der BMW ein Zweizylinder-Reihen-Motor aus chinesischer Fertigung verbaut sei, setze die Suzuki beim Motor auf einen alten Bekannten. „Die V-Strom 650/XT setzt auf dasselbe Aggregat, das auch in Suzukis Café Racer, der schon genannten SV 650 X seinen Dienst tut“, so der Fachmann. Wem noch ein klassischer Cruiser fehlt, kann bei Harley-Davidson die Street 750 ab 7399 Euro finden.

Motorräder unter 10.000 Euro

Potenter Straßenrenner: Die Yamaha MT-09 leistet 85 kW/115 PS. Foto: Yamaha

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Renner unter 10.000 Euro: Kawasaki Z 900. Foto: Kawasaki

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Straßenrenner aus Japan: Die sportliche Honda CBR 650 R mit vier Zylindern. Foto: Honda

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Einsteiger: Die Street 750 ist zu Preisen ab 7399 Euro die günstigste Maschine der Marke Harley Davidson. Foto: Harley-Davidson

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Modernes Naked Bike: Die Harley-Davidson Street Rod kostet aktuell ab 8395 Euro. Foto: Harley-Davidson

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Klassisches Naked Bike von Ducati: Modelle der Monster-Reihe sind auch unter 10.000 Euro zu haben. Foto: Ducati

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Angebot für Retrofans: Die Royal Enfield Interceptor 650. Foto: Royal Enfield

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Moderne Rückschau: Die Royal Enfield Continental GT 650 tritt klassisch auf. Foto: Royal Enfield

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Reise-Enduro: Suzuki V-Strom 650/XT. Foto: Suzuki

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Café Racer: Suzuki SV 650 X. Foto: Suzuki

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Mix aus Klassik und Moderne: Yamaha XSR 700. Foto: Yamaha

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Maschine mit klassischer Geländeoptik: Der Scrambler Yamaha SCR 950. Foto: Yamaha

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Klassische Geländemaschine: Diesen Look ahmen Motorräder wie die Ducati Scrambler Sixty 2 nach. Foto: Ducati

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Von der Straße ins Gelände: Die Enduro BMW F 750 GS. Foto: BMW AG