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31.12.2019, 10:26 Uhr

Monika Grütters zur Berlinale: „Nicht ohne Glamour“

Mit einer Doppelspitze startet die Berlinale in eine neue Zeit. Kulturstaatsministerin Grütters sieht hohen Erwartungsdruck. Schließlich müsse eine Menge Kinotickets verkauft werden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist zuversichtlich. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist zuversichtlich. Foto: Jörg Carstensen/dpa

dpa Berlin Mit neuer Besetzung an der Spitze sieht Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Berlinale-Führung unter Druck.

„Von einer Berlinale-Direktion wird immer erwartet, dass sie das Publikum begeistert – und auch weiterhin gut 330.000 Karten in elf Tagen verkauft“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Das ist ein hoher Druck, aber ich bin zuversichtlich, dass es wieder eine große Publikumsresonanz geben wird.“

Die 70. Version Filmfestivals beginnt am 20. Februar und geht bis 1. März. Die Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Festivals der Filmwelt. Mit Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek hat die Berlinale nach dem bisherigen Leiter Dieter Kosslick nun eine Doppelspitze.

„Mit der Neubesetzung sind Erwartungen verbunden beim Publikum. Etwa: Gilt der Glamourfaktor noch?“, sagte Grütters. Rissenbeek und Chatrian sei unterstellt worden, eine größere Distanz zu Celebritys zu pflegen und nicht so sehr auf den Star-Faktor zu setzen wie Kosslick.

„Mit der geplanten Verleihung des Goldenen Ehrenbären an Helen Mirren setzt das neue Programm das richtige Signal“, findet Grütters. Die britische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin („The Queen“) wird für ihr Lebenswerk gewürdigt. Zudem zeigt die Berlinale fünf ihrer Filme im Rahmen einer Hommage.

„Gerade Film geht nicht ohne Glamour, bei einem der drei großen europäischen Festivals schon gar nicht“, sagte Grütters. Gleichzeitig sei die Berlinale ein anderes Festival als Venedig oder Cannes, bei denen der Showeffekt sehr dominant sei neben den Filmen. „Das ist in Berlin immer schon anders gewesen.“

Der neue künstlerische Leiter Chatrian hatte gesagt, die Berlinale sei keine „Glamour-Maschine“. Ihm gehe es vor allem um Filme. So hat er den zusätzlichen Wettbewerb „Encounters“ für ungewöhnlichere Filme geschaffen.

Grütters sieht das Festival in Berlin umfassend unterstützt. „Wir als Bund haben alles getan, um der 70. Berlinale ein solides Fundament zu verschaffen.“ Zum einen seien 200.000 Euro nur für das Jubiläum geflossen. Zudem habe der Bund zwei Millionen Euro beim Etat dauerhaft draufgelegt. „Mit 10,4 Millionen Euro allein vom Bund ist das neue Leitungsteam Rissenbeek und Chatrian jetzt zum Start seiner Amtszeit und zur 70. Berlinale gut ausgestattet“, findet Grütters.

Die Kulturstaatsministerin setzt auch auf konzeptionelle Änderungen unter der neuen Berlinale-Leitung: „Wir alle erwarten und erhoffen, dass sich beim Wettbewerb eine etwas andere kuratorisch-künstlerische Note artikuliert. Dafür steht Carlo Chatrian. Insofern rechne ich damit, dass es im Wettbewerb und auch in den weiteren Sektionen programmatische und vielleicht auch atmosphärische Veränderungen gibt.“

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Erstellt:
31. Dezember 2019, 10:26 Uhr
Aktualisiert:
31. Dezember 2019, 10:26 Uhr
Lesedauer:
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