10.08.2022, 12:15 Uhr

Modelle für Agroforstsysteme: Stegemann ruft zum Mitmachen auf

Bei der Suche nach Modellvorhaben für Agroforstsysteme möchte der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann Grafschafter und Emsländer animieren, Vorschläge für mögliche Lösungsansätze einzureichen. Foto: privat

Bei der Suche nach Modellvorhaben für Agroforstsysteme möchte der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann Grafschafter und Emsländer animieren, Vorschläge für mögliche Lösungsansätze einzureichen. Foto: privat

Um die Landwirtschaft zukunftsfähiger und widerstandskräftiger auszurichten, sucht der Bund Modell- und Demonstrationsvorhaben von Agroforstsystemen. Das teilt der regionale Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (CDU) mit. Projektskizzen für solche Vorhaben können bis zum 14. September bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe eingereicht werden. Ein Schwerpunkt sei der nachhaltige Umgang mit Wasser, so Stegemann.

„Der Sommer mit extremen Temperaturen zeigt einmal mehr, dass wir auch in der Grafschaft Bentheim und im Emsland auf den Klimawandel hin angepasste Anbauverfahren verstärkt in den Blick nehmen müssen. Hierzu können Agro-Photovoltaik aber eben auch Agroforstsysteme einen Beitrag leisten“, erklärt Albert Stegemann. Seiner Einschätzung nach stehe die heimische Landwirtschaft vor diversen Herausforderungen, die mit effektiven und innovativen Lösungsansätzen bewältigt werden können.

Die Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion zu erhalten und mit Anpassungsmaßnahmen für den Klimaschutz zu verbinden, sei der Kernpunkt moderner Ernährungswirtschaft, so der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sogenannte Agroforstsysteme (AFS) können zur Lösung dieser Herausforderungen beitragen. So werden Ackerbau und Tierhaltung mit der Forstwirtschaft verbunden, indem Gehölzkulturen auf der gleichen Bewirtschaftungsfläche angebaut und genutzt werden. Eine solche Verknüpfung fördert die Artenvielfalt, stabilisiert den Wasserhaushalt und schützt den Boden.

Ziel des Förderaufrufs sei es, die Ergebnisse bereits durchgeführter Forschungsarbeit im Rahmen von Modellvorhaben in der Fläche umzusetzen. So sollen Ergebnisse auf möglichst viele Standorte übertragen werden können. Projektträger ist die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die vor 30 Jahren von der Bundesregierung auf den Weg gebracht wurde, um Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Bereich nachwachsender Rohstoffe zu koordinieren.

Weitere Informationen zum Förderaufruf sind unter dem Menüpunkt „Aktuelle Förderaufrufe“ auf der Website der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe veröffentlicht.