Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
08.11.2019, 09:00 Uhr

Mit dem Alter nehmen die erheblichen Mängel deutlich zu

Insgesamt 56,5 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an der Tüv-Station in Nordhorn von den Sachverständigen vor Ort auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel.

Mit dem Alter nehmen die erheblichen Mängel deutlich zu

Die Mitarbeiter der Tüv-Station Nordhorn untersuchen bei der Hauptuntersuchungen alle sicherheitsrelevanten Teile an den Pkw. Archivfoto: Konjer

Das ist ein durchaus erfreuliches Ergebnis. Zusätzlich fanden die TÜV Sachverständigen bei 14,3 Prozent nur geringe Mängel, sodass 70,8 Prozent sofort eine Tüv-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen.

Bemerkenswert ist aber auch die andere Seite dieser Plakette: Bei immerhin 29,1 Prozent wurden erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das hintere Kennzeichen und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Als völlig verkehrsunsicher wurden zwei Autos eingestuft. Dies ist zusammengefasst das Ergebnis der HU-Statistik vor Ort, die jetzt von TÜV NORD veröffentlicht wurde.

Zwei weitere Zahlen aus der Tüv NORD-Statistik: Der durchschnittliche Pkw, der an der Tüv-Station geprüft wurde, war 9,6 Jahre alt und hatte mehr als 122.000 Kilometer auf dem Tacho.

Tüv Nord-weit ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln wieder angestiegen.

Christian Berends, der Leiter der Tüv-Station sagt: „Wir freuen uns über die steigende Zahl von Fahrzeugen ohne Mängel. Die Hersteller bauen schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Wenn die Autofahrer sich intensiv um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge kümmern und fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen, können sie dem Tüv-Termin gelassen entgegensehen. Schließlich gilt: Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und überdies mehr Freude an sicherer individueller Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.“

Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorn. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik zum Beispiel LED-Licht) sicher ihren Anteil.

Insgesamt ergibt sich in der Tüv-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem Tüv-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen Tüv Nord-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 6,1 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 10,6 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,9 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen.