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06.07.2020, 11:20 Uhr

Mehr Einlasskontrollen an den Amtsgerichten

Alldo Hertramph, Leiter des Regionalen Sicherheitsteams. Foto: Landgericht

Alldo Hertramph, Leiter des Regionalen Sicherheitsteams. Foto: Landgericht

OSNABRÜCK Die Sicherheit an den Gerichten der Region zu erhöhen, ist seit Langem ein erklärtes Ziel des Landgerichts Osnabrück und der Amtsgerichte der Region. Ein wesentlicher Baustein dabei ist das Regionale Sicherheitsteam, das in diesen Tagen sein einjähriges Bestehen feiern kann.

Besucherinnen und Besucher des Landgerichts Osnabrück kennen sie seit mehreren Jahren: Tägliche, anlassunabhängige Einlasskontrollen. Sie stellen sicher, dass keine gefährlichen oder gar verbotenen Gegenstände in das Gericht gelangen. An den Amtsgerichten des Bezirks, das heißt in Bad Iburg, Bersenbrück, Nordhorn, Lingen, Meppen und Papenburg, steht bisher für tägliche Kontrollen noch kein ausreichendes Personal zur Verfügung. Um dies zu ändern, hat das Land Niedersachsen im letzten Jahr Mittel für den Aufbau eines Regionalen Sicherheitsteams zur Verfügung gestellt. Seit Juli 2019 verstärkt dieses Team aus mittlerweile fünf Wachtmeisterinnen und Wachtmeistern nun die Sicherheit an den Amtsgerichten.

Die Besonderheit: Das Team ist organisatorisch am Landgericht Osnabrück angesiedelt und kann so nach Bedarf flexibel an allen Amtsgerichten des Bezirks eingesetzt werden. Aufgrund einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung wird es außerdem am Arbeitsgericht Lingen tätig. Erstes Ziel bei der Schaffung des Teams war es, an jedem Amtsgericht an mindestens einem zusätzlichen Tag in der Woche Einlasskontrollen durchzuführen. Neben den anlassunabhängigen Einlasskontrollen soll das Regionale Sicherheitsteam aber auch bei Bedarf weitere Unterstützung bieten, zum Beispiel bei besonders sicherheitskritischen Strafverfahren.

Dieser Tage wird das Regionale Sicherheitsteam ein Jahr alt. Die aktuelle Zwischenbilanz zu diesem Anlass belegt eindrucksvoll, wie sein Einsatz die Sicherheit an den örtlichen Gerichten erhöht hat. Trotz der Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie konnten im ersten Jahr des Bestehens 284 anlassunabhängige Einlasskontrollen an den Amtsgerichten des Bezirks durchgeführt werden. Die Zielmarke eines zusätzlichen Kontrolltags an jedem Gericht in jeder Arbeitswoche wurde damit erreicht. Hinzu kam eine Vielzahl von Einsätzen in Bedarfsfällen.

„Bei unseren Kontrollen haben wir in mehr als 350 Fällen Gegenstände sichergestellt, die in einem Gerichtsgebäude nichts zu suchen haben.“, so Alldo Hertramph, der Leiter des Regionalen Sicherheitsteams. „Darunter waren zum Beispiel 246 Messer und 37 ‚Pfefferspray‘. In zehn Fällen handelte es sich um nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände. Dort haben wir die Polizei hinzugerufen“, erklärt Hertramph weiter. Manche der Funde erstaunen dabei besonders. So wurde bei neun Gelegenheiten versucht, Drogen mit in das Gericht zu bringen, meist Marihuana. Bei diesen Gelegenheiten wurde die Polizei natürlich ebenfalls verständigt. Gleiches gilt für den Fall der Frau, die einen verbotenen „Elektroschocker“ in das Amtsgericht Meppen mitbringen wollte.

Teamleiter Alldo Hertramph zeigt sich nach dem ersten Jahr der Arbeit im Regionalen Sicherheitsteam vor allem beeindruckt von der guten Zusammenarbeit im Bezirk: „Wir stimmen uns laufend mit den an den Gerichten vor Ort tätigen Kolleginnen und Kollegen ab. Die Zusammenarbeit klappt hervorragend. Gemeinsam sorgen wir für mehr Sicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für die Besucherinnen und Besucher.“

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