Grafschafter Nachrichten
14.07.2020

Mehr als 350 Verstöße bei Schwerpunktkontrollen der Polizei

Mehr als 350 Verstöße bei Schwerpunktkontrollen der Polizei

Die Kelle wurde von den Polizeibeamten wiederholte Male geschwenkt. Foto: Polizei

Lingen Die Polizei im Emsland und der Grafschaft Bentheim hat in den vergangenen Wochen im gesamten Inspektionsbereich Schwerpunktkontrollen des Straßenverkehrs durchgeführt. Die Beamtinnen und Beamten nahmen dabei vor allem Handy- und Gurtverstöße in den Fokus. Insgesamt wurden dabei etwa 17.500 Euro an Bußgeldern eingenommen.

Schwere Verkehrsunfälle infolge von Ablenkungen, insbesondere durch Smartphones, haben in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Neben verstärkter Präventionsarbeit macht dieser Umstand auch eine Erhöhung der Kontrolldichte unumgänglich. „Wer bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern in der Stunde nur zwei Sekunden auf sein Smartphone schaut, ist fast 30 Meter im „Blindflug“ unterwegs“, so Heike Berding vom Präventionsteam der Polizei Lingen.

Die Ergebnisse der Kontrollen im Inspektionsbereich beweisen nach Darstellung der Polizei ein weiteres Mal, wie ausgeprägt das Problem tatsächlich ist. An nur 19 Kontrolltagen mit jeweils nur einer Kontrollstelle stellten die Polizistinnen und Polizisten insgesamt 102 Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer fest. Dabei wurden nur die Fälle auch tatsächlich beanstandet, bei denen mindestens zwei Beamtinnen und Beamten unabhängig voneinander auf den Verstoß aufmerksam wurden. Darüber hinaus wurden in diesem Zusammenhang zusätzlich 249 Verstöße gegen die Anschnallpflicht festgestellt. Das Ergebnis der durchgeführten Kontrollen habe, so die Polizei weiter, gezeigt, dass ein Bedarf an weiteren Kontrollen und Aufklärungsarbeit erforderlich sei.

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