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10.09.2019, 18:00 Uhr

Matthiasstift: Fehlende Mobilität mindert die Lebensqualität

Das Matthiasstift in Wietmarschen feiert am Sonntag, 15. September, ab 14 Uhr sein Sommerfest, bei dem unter anderem das Mobilitätsprojekt vorgestellt wird. Neben Spaß und Spiel für die Kinder gibt es Kaffee und Kuchen. Der Shantychor Geeste singt.

Matthiasstift: Fehlende Mobilität mindert die Lebensqualität

Das Thema Mobilität beschäftigt den Förderverein und die Geschäftsführung des Matthiasstifts in Wietmarschen. Ziel ist die Anschaffung weiterer Hilfsmittel, um die Mobilität zu erhalten. Foto: Westdörp

Fehlende Mobilität wird als Mangel an Lebensqualität empfunden und mindert die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Integration und zur Teilhabe am Leben. Auch Menschen mit Handicaps, wie Demenz oder Behinderungen, empfinden den Mangel an Mobilität als bedeutende Einschränkung.

Im St. Matthiasstift in der Ortsmitte von Wietmarschen leben etwa 70 Menschen. Es sind überwiegend ältere Mitbürger der Gemeinde Wietmarschen mit häufig schweren und schwersten altersbedingten Erkrankungen und Einschränkungen. Alle Bewohner leben innerhalb von Wohngemeinschaften in einer eigenen Wohnung – es handelt sich nicht um ein stationäres Alten- oder Pflegeheim.

Der Förderverein für das Matthiasstift hat sich zum Ziel gesetzt, im Sinne seines Vereinsmottos „Anderen Menschen Gutes tun“ die ambulanten Hilfeangebote mit Veranstaltungen aller Art, weiteren therapeutischen Angeboten und der Bereitstellung von Hilfsmitteln zu ergänzen, um das Leben im Matthiasstift noch weiter er- und lebenswert zu machen. Im Rahmen der bisherigen Vereinstätigkeit seit dem Jahr 2016 haben die Mitglieder des Fördervereins festgestellt, dass ein Bedürfnis der Mieter und Tagespflegegäste nach Ermöglichung von Mobilität über den näheren Umkreis des Matthiasstifts und die Ortsmitte hinaus besteht. Die überwiegend älteren Nutzer der Angebote kennen und schätzen das Fahrrad als Mittel der Fortbewegung seit Kinderzeiten und haben nach wie vor das Bedürfnis sich aktiv innerhalb der weiteren Umgebung über die Ortsmitte hinaus zu bewegen; auch zum Beispiel zum Besuch von Gaststätten, touristischen Zielen und bei Familienveranstaltungen. Die Nutzung herkömmlicher Fahrräder ist hierzu jedoch nicht mehr möglich.

Der Förderverein hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, hierzu ein Angebot zur Abdeckung dieser Bedürfnisse zu ermöglichen. Hierzu sollen verschiedene Spezialfahrräder zur Verfügung gestellt werden. Bisher wurde ein Pflege- und Therapiesessel angeschafft. Im April wurde ein Duo-Fahrrad für rund 9000 Euro bestellt. Ein Rollstuhlfahrrad für etwa 8000 Euro und ein weiterer Therapie- und Pflegesessel sollen angeschafft werden.