Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
29.11.2018, 13:12 Uhr

Malaienbär aus Schottland zieht in den Burgers‘ Zoo

Bär aus Tierpark Edinbuurgh und die Arnheimer Bären sollen gemeinsam den ersehnten Nachwuchs für das europäische Zuchtprogramm hervorbringen.

Malaienbär aus Schottland zieht in den Burgers‘ Zoo

Ein Malaienbär-Männchen aus dem Burgers Zoo. Foto: Burgers Zoo

Sehnsüchtig warten die Biologen und Tierpfleger des Königlichen Burgers‘ Zoos auf das Eintreffen eines Malaienbären-Männchens, das für morgen geplant ist. Alle Hoffnungen ruhen auf dem Bären aus dem Tierpark von Edinburgh und den beiden Arnheimer Bärinnen: Sie sollen gemeinsam den ersehnten Nachwuchs für das europäische Zuchtprogramm hervorbringen.

Kleine Chance

Die Bedingungen im Burgers‘ Zoo sind perfekt, alles ist vorhanden: ein großes Außengehege, verschiedene beheizte Innengehege vor und hinter den Kulissen sowie ein speziell für die Malaienbären gestalteter Geburtsraum. Dennoch dürfte es schwierig werden. Bei einer Fruchtbarkeitsuntersuchung durch deutsche Spezialisten am IZW (Institut für Zoo- und Wildtierforschung) in Berlin hat sich im Januar 2018 herausgestellt, dass eine der beiden Bärinnen im Arnheimer Zoo nahezu unfruchtbar ist. Bei der anderen Bärin liegt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Trächtigkeit bei ungefähr 50 Prozent. Das Alter spielt bei diesen Ergebnissen eine wichtige Rolle: Beide Weibchen sind gut 18 Jahre alt.

Eine europäische Herausforderung

Den Stammbuchdaten des europäischen Zuchtprogramms für den Malaienbär ist zu entnehmen, dass insgesamt 39 Tiere dieser Art in europäischen Zoos leben, die der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) angehören: 13 Männchen und 26 Weibchen. Das Durchschnittsalter dieser europäischen Population ist hoch und zudem herrscht ein deutlicher Überschuss an Weibchen. Bei vielen Tierarten laufen die europäischen Zuchtprogramme sehr erfolgreich, bei den Malaienbären jedoch leider nicht.

Stimulierende Wirkung?

Es besteht die Hoffnung, dass das Eintreffen des 15-jährigen Malaienbären-Männchens aus Schottland eine stimulierende Wirkung auf den Hormonhaushalt der Arnheimer Bärinnen haben wird. Beide Damen kamen 2008 aus dem Kölner Zoo in den Burgers‘ Zoo. Sollte sich herausstellen, dass die Anwesenheit des neuen Männchens keine Früchte trägt, wird man möglicherweise die Weibchen gegen eine jüngere Bärin austauschen. Diese Entscheidung trifft der Koordinator des Zuchtprogramms – und sie liegt noch in weiter Ferne.