28.01.2019, 10:09 Uhr

Lutherischer Kirchenkreistag wählt Vorstand

Die Wahl der neuen Leitungsgremien prägte den ersten lutherischen Kirchenkreistag (KKT) der Legislaturperiode 2019 bis 2024, der am vergangenen Samstag in Sögel tagte.

Der neugewählte Kirchenkreistagsvorstand für die Legislaturperiode 2019 bis 2024. Beisitzer P. Uwe Hill (Werlte), Vorsitzender Michael Rilke (Nordhorn), Beisitzer Henning Kammer (Nordhorn), Beisitzer P. Thorsten Jacobs (Dalum). Es fehlt die stellvertrertretende Vorsitzende Sandra Knief (Dalum). Foto: Ulrich Hirndorf

Der neugewählte Kirchenkreistagsvorstand für die Legislaturperiode 2019 bis 2024. Beisitzer P. Uwe Hill (Werlte), Vorsitzender Michael Rilke (Nordhorn), Beisitzer Henning Kammer (Nordhorn), Beisitzer P. Thorsten Jacobs (Dalum). Es fehlt die stellvertrertretende Vorsitzende Sandra Knief (Dalum).
Foto: Ulrich Hirndorf

Mit einem feierlichen Abendmahlsgottesdienst eröffneten Superintendent Dr. Bernd Brauer und die Pastoren Matthias Voß und Thorsten Jacobs die Delegiertentagung, die 27 Kirchengemeinden mit über 63.000 evangelisch-lutherischen Christen zwischen Papenburg und Bentheim repräsentiert.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurden auch die berufenen Mitglieder vorgestellt und vom Superintendenten per Handschlag verpflichtet. Berufene Mitglieder sind nicht Teil eines Kirchenvorstands, sondern vertreten eine besondere Fachrichtung oder Institution, wie beispielsweise Dr. Sigrid Kraujuttis (Sozialdezernentin Landkreis Emsland) oder Pastor Ulrich Hirndorf (Studienleiter Ökum. Kloster Frenswegen). Für die hauptsächlich ehrenamtlichen Delegierten galt es nicht nur, den eigenen Vorstand zu wählen, sondern auch die“ Regierung des Kirchenkreises“, den Kirchenkreisvorstand. Und natürlich sollten die Regionen des über 120 Kilometer langen Kirchenkreises über die Delegierten in den Gremien möglichst gleichberechtigt vertreten sein. Ein demokratisches Ansinnen, das in guter Atmosphäre gelang, obwohl sich der Wahlmarathon bis in die Nachmittagsstunden hineinzog.

Ein überragendes Ergebnis konnte gleich zu Beginn Michael Rilke aus Nordhorn für sich verbuchen. Bei nur drei Gegenstimmen wurde der Kirchenvorsteher und Lektor aus der Martin-Luther Gemeinde Nordhorns zum Vorsitzenden des KKT gewählt. „Ich verspreche, mich dafür einzusetzen, für das Wohl des Kirchenkreises gute Beratungen und Beschlüsse vorzubereiten und die Tagungen in konstruktiver und ehrlicher Atmosphäre zu leiten“, dankte Rilke den Delegierten für ihr Vertrauen. Eine Überraschung stellte die Wahl des Stellvertreters da. Hier siegte die erstmalig im KKT vertretene Kirchenvorsteherin Sandra Knief aus Dalum, die sich, auch erstmalig in der Geschichte des KKT, per Videobotschaft dem Plenum vorgestellt hatte, da sie wegen anderweitiger Verpflichtungen nicht selbst an der Tagung teilnehmen konnte. Generell ließ sich als Trend feststellen, dass „alte Hasen“ gegenüber „Neulingen“ das Nachsehen hatten. Auch der neben den Pastoren Thorsten Jacobs und Uwe Hill als Beisitzer gewählte Henning Kammer aus der Christus-Kreuz Gemeinde Nordhorn ist erstmalig im KKT vertreten. Der Kirchenkreisvorstand, dessen Vorsitzender qua Amt Superintendent Brauer ist, setzt sich auch in der neuen Legislaturperiode wieder aus Vorstandsmitgliedern aller Regionen zusammen. Auch hier wurden mit Christof Rosenski (Bad Bentheim) und Rudi Gaidosch (Twist), zwei Neulinge hineingewählt.

Als weitere Mitglieder gehören dem Gremium Ruth Becker-Lang (Haselünne), Thomas Claußen (Papenburg), Gunda Dröge (Gustav-Adolf Gemeinde Meppen), Udo Sander (Martin Luther Gemeinde Nordhorn) sowie die Pastoren Thomas Kersten (Christus-Kreuz Gemeinde Nordhorn), Ralf Maennl (Aschendorf-Dörpen) und Gernot Wilke Ewert (Berufsschulpfarramt Lingen) an.